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Montag, 24. Dezember 2012

Adventskalender Heiligabend

Diese Perle war die allererste, die ich als rückhaltlos gelungen betrachtete. Sie erhielt als erste ihr eigenes Foto, ganz für sich alleine.

Jetzt muss ich lächeln, weil ich auf den ersten Blick sehe, dass im Spiegelbild die rechte Perlenwand viel dicker und ausgebeulter ist als die linke. Das ist mir nie aufgefallen - und ich weiß auch nicht, ob ich es heute besser könnte.

Die Technik hat mir Anka gezeigt, sie ist wirklich eine gute, geduldige Lehrerin.

Zuerst drehte ich mir einen Twistie aus dunklem transparentem Moretti-Amethyst mit Moretti-204-Weiß, von dem ich das beste, regelmäßigste Stück herausbrach und beiseite legte.

Dann baute ich mir ein Moretti-064-schwarzes Rad, dessen Umfang etwas kürzer war als mein Twistie. Das war für mich keine leichte Aufgabe: Hier ist Augenmaß gefragt. Ich legte das gute Stück Twistie um das Rad herum, verschmolz Anfang und Ende miteinander und sorgte für gleichmäßige Verbindung zum Untergrund.

Das Rad vergrößerte ich mit einer gewaltigen Menge Lauscha-Soft-Klarglas auf etwa den vierfachen Radius. Spätestens jetzt zweifelte ich stark, ob mein Fauchi Feuerteufel es jemals schaffen würde, diese Glasmasse zu einer Kugel herunterzuschmelzen.

Aber nach etwa 20 Minuten Beheizen beider Radseiten hatte er es geschafft: Der Twistie war zu Lamellen auseinandergelaufen, die Umgebung der Löcher schrie nach Hilfe – und auch dafür zeigt mir Anka die Lösung: Rund um den Dorn wurden fünf weiße kleine Dots gesetzt, eingeschmolzen und mit amethystfarbenen Punkten abgedeckt. Um diese einzuschmelzen heizte ich nur noch auf den Dorn, dadurch wurde der unsaubere Abschluß der Lamellen vollständig abgedeckt.

Diese Prozedur wiederholte ich auf der anderen Seite der Perle und setzte zuletzt die erhabenen Dots.

Habt einen friedvollen Heiligen Abend und ein Frohes Fest!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Adventskalender 23. Dezember


Eine 064-schwarze Grundperle wird zu einem Quader geformt. Dazu wickle ich einen Zylinder auf den Dorn, der etwas länger ist als sein Durchmesser. Den lege ich auf einer Flise ab und rücke mit dem Paddel oder Fischmesser von oben darauf. Diese Prozedur wiederhole ich um 90° versetzt.

Auf jede der vier erhaltenen Flächen setze ich einen großen 276-Elfenbein-Dot, auf die Eckpunkte, also rechts und links zwischen die Dots, noch kleinere. Ich lasse sie einschmelzen, bis eine harmonisch gerundete, noch leicht gestreckte Kugel entsteht.

Jetzt kommen auf die großen hellen Flächen je vier Punkte Double Helix Clio. Sie sollten ringsum einen gleichmäßigen kleinen Abstand aufweisen. Auch auf die kleinen Seitendots werden Punkte gesetzt.

Nach einem kurzen Herunterschmelzen, so dass die Dots etwas breitgeflossen sind, setze ich auf die Clio-Vierergruppen winzige Double-Helix-Kronos-Punkte, am besten aus einem Glasfaden. Diese Pünktchen habe ich nicht mittig aufgetragen, sondern zum Zentrum hin versetzt. Auf die äußeren kleinen Dots kommen mittig Kronospünktchen.

Nun heize ich erstmal wieder die gesamte Perle gründlich bis zum Dorn auf und lasse sie wieder soweit abkühlen, dass sie nicht mehr glüht. Danach richte ich die Flamme auf die Mitte einer Vierergruppe und steche mit meiner Strumpfstricknadel tief bis fast auf den Dorn, wiederhole das erst auf der gegenüberliegenden Seite und dann bei den beiden anderen Blümchen.

Die Perle wird durch die sauerstoffarme Flamme gewedelt und möglichst bis zum Abdecken mit Lauscha-Soft-Klarglas nicht mehr stark aufgeheizt, damit der Lüsterglanz nicht verlorengeht. Auf die Seitendots werden kleine Klarglaspunkte gesetzt, auf die Blumen je ein großer, der nur einen schmalen Elfenbeinrand stehenläßt.
Nun wird die Perle noch rundgeschmolzen, dabei bildet sich die endgültige Form der Blütenblätter – getempert und ins Vermiculit gelegt.

Einmal werden wir noch wach...

Samstag, 22. Dezember 2012

Adventskalender 22. Dezember



Für diejenigen, die bis hier aufmerksam mitgelesen haben, wird der Aufbau dieser Perle nicht mehr neu sein.

Auf eine Moretti-064-schwarze Grundperle werden 276-Elfenbeindots aufgetragen. Ich setze 4 Punkte von einem Loch zum anderen, das wiederhole ich dreimal, jeweils um 90° versetzt. Anschließend kommen die fehlenden Dreierreihen dazwischen.

Nach dem Einschmelzen gebe ich Double Helix Clio darauf und erhitze erst die ganze Perle stark, danach Punkt für Punkt. Auch hier beginne ich mit einer Viererreihe, steche mit meiner Stricknadel erst den 2.v.l., dann den rechten, den linken und den 2.v.r.

Als nächstes bearbeite ich die gegenüberligende Viererreihe. Das klingt vielleicht etwas chaotisch, aber durch den Ortswechsel stelle ich sicher, dass mir nicht Teile der Perle zu stark auskühlen.
Wenn die Viererreihen alle eingestochen sind, wende ich mich den Dreierreihen zu, Auch hier mache ich es so: Erst die Mitte, rechts, links und dann die gegenüberliegende Seite usw.

Wenn alle 28 Augen angelegt sind, wedle ich die Perle durch die sauerstoffarme Flamme (beim Feuerteufelchen bedecke ich dabei die Luftzufuhrlöcher) und setze in derselben Reihenfolge Lauscha soft Klarglas auf jedes Auge. Dabei versuche ich zu vermeiden, dass die Lüsterschicht wieder weggebrannt wird, arbeite also möglichst kühl.

Jetzt wird die Perle wieder gründlich bis zum Dorn hin durchgeheizt, ganz zuletzt setze ich die kleinen Nöppchen aus Double Helix Elektra auf, schmelze sie an, wedle noch einmal – fertig. Ab mit ihr ins Vermiculitbett.

Nur noch zwei Tage bis Heiligabend.

Freitag, 21. Dezember 2012

Adventskalender 21. Dezember

Diese Farbvariation gehört zu meinen Lieblingen.

Auf eine 016-dunkeltopazfarbene Grundperle (schwarz geht auch oder 014-topaz) werden in drei Runden je fünf 276-Elfenbein-Dots gesetzt, in die Mitte die größten, zum Dorn hin kleiner werdend.

Die mittlere und die äußeren Dotreihen werden mit Reichenbach Multicolor hell aufgestockt, die dazwischen mit Reichenbach Multicolor dunkel.

Ich heize jetzt nur auf die Dots der Mittelreihe, bis sie wirklich glühen. Dann wedle ich mit dem Dorn temperamentvoll (nenee, lasst Euch nicht veräppeln) in der Gegend herum, um eine schnelle Abkühlung zu erreichen. Dann heize ich Punkt für Punkt auf und steche mit einer wirklich kalten Stricknadel (ich nehme sie aus dem Wasserglas) das Auge hinein. Durch den Temperaturschock ergibt sich der blaue Ring um die Luftblase.

Natürlich ist immer darauf zu achten, dass die Temperaturunterschiede nicht so groß werden, dass die Perle *knacks* springt.

Ich erhitze Moretti-004-Klarglas und gebe auf jeden Punkt einen weiteren Tupfen. Nun wird die Perle rundgeschmolzen und bis zum Dorn hin durchgeheizt. Zuletzt setze ich MC hell-Pünktchen auf, lasse sie sich setzen, nehme sie aus der Flamme, lasse sie etwas abkühlen und führe sie nur ganz kurz durch die heißeste Flammenzone. Dadurch bildet sich der rötliche Schimmer. Verzichtet man auf das zweite Aufheizen, bleiben die Pünktchen hellgrün.

Die benachbarten Spacer wurden aus MC dunkel (links) und MC hell (rechts) gewickelt.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Adventskalender 20. Dezember

Für diese Schneeblume habe ich einen winzigen Spacer aus Moretti-064-Schwarz gedreht. Auf ihn habe ich aus Lauscha-Soft-Klarglas ein Rad gesetzt und heruntergeschmolzen, bis etwa 3Viertel der endgültigen Größe erreicht waren. Jetzt habe ich den Klarglasstab heiß in weißes Emaillepulver getaucht und mit dem emaillierten Ende fünf Punkte im Kreis gesetzt, viermal über den Äquator verteilt. In die Zwischenräume kamen auf beiden Seiten noch je vier Dreiergruppen Emailledots.

Direkt auf diese Punkte setzte ich 204-weiße Dots, darauf Klarglasdots. Die Mitte der Gruppen wurde mit der Stricknadel eingestochen und wieder glatt geschmolzen, so dass die Punkte zusammenlaufen.

Nun kommt die zweite Etage weiße Dots mit kleinen 264-elfenbeinfarbenen Glaspunkten darauf. Das Elfenbein fällt in der Gesamtwirkung kaum auf. Da weißes Glas aber im flüssigen Zustand ganz klar wird, ist der Punkt, wo ich in die Blütenmitte einsteche, nicht zu erkennen. Das Elfenbein bleibt auch erhitzt hell, daher sehe ich das Zentrum der Dotgruppen wesentlich besser.

Nachdem ich jede Blüte ein zweites Mal eingestochen habe, überfange ich die gesamte Perle mit Klarglas und lasse sie rund schmelzen, tempern und abkühlen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Adventskalender 19. Dezember

Als ich diese Perle aus dem Vermiculit holte, konnte ich nicht glauben, was ich sah: ein wirklich tiefes, geheimnisvolles Nachtblau!
Da ich an dem Tag aber wirklich nur diese eine Perle gewickelt hatte, gab es keinen Zweifel:

Auf einer Moretti-064-schwarzen Grundperle wurden 264-elfenbeinfarbene Dots aufgetragen, darauf etwas kleinere aus 072-Anlauforange – dessen Originalfarbe Ihr in gestrigen Post vergleichen könnt.

Die habe ich flachgeschmolzen und mit dem Double Helix-Glas Clio abgedeckt. Ich war schon erstaunt, als ich diese extreme Dunkelfärbung in der Flamme beobachtete.

Als mir die Form der Perle gefiel, ergänzte ich sie mit den kleinen Clio-Dots und schickte sie schlafen.
Da ich ja weiß, dass Rottöne im heißen Zustand schwarz erscheinen, hatte ich insgeheim ein Pink oder ähnliches erwartet – aber diese Perle begeisterte mich viel mehr. Ich wage gar nicht, sie zu wiederholen, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Ergebnis wiederholt. Solltet Ihr es versuchen, zeigt Ihr mir Euer Ergebnis bitte? Dann versuche ich es auch noch einmal.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Adventskalender 18. Dezember

Die Grundperle wird als Donut aus Moretti-076-Anlaufrot gewickelt.

Über ihren Äquator werden sechs große Moretti-264-Elfenbein-Dots gesetzt, dazwischen auf jede Seite jeweils sechs kleine.

In die Mitte der großen Punkte kommen kleine SIS-Pünktchen, die Silver-Ivory-Stringer sind aus 276-Elfenbein mit Silberblatt gezogen. 

Die Noppen werden kurz eingeschmolzen und mit einem großen Tupfer Moretti-072-Anlauforange bedeckt. 

Auch die kleinen Elfenbeinpunkte erhalten Dots aus Anlauforange, aber nicht mittig, sondern etwas zum Äquator hin verschoben.

Jetzt wird die Perle so lange beheizt, bin die Außenpunkte sich als Dreiecke zwischen die großen Noppen schieben.

Zuletzt habe ich die Pickel aus Double Helix Psyche aufgesetzt. Da sie nicht flach geschmolzen werden, sondern nur so lange erwärmt werden, bis sie sich gesetzt haben, findet hier noch keine Reaktion mit dem Elfenbein statt. Es fehlt zum einen einfach die Hitze, zum anderen sind die Reaktionen mit 276-Elfenbein stärker als mit dem 264.

Montag, 17. Dezember 2012

Adventskalender 17. Dezember


Zur Abwechslung zu den handgewickelten Perlen (wird Euch schon langweilig?) zeige heute einen gehäkelten Tannenzapfen.

Wie solche Kugeln bzw. Oliven angefertigt werden, könnt Ihr am besten auf der Seite www.perlenhaekeln.de lernen.

Zuerst werden die Perlen in einer genau festgelegten Reihenfolge auf das Häkelgarn der Stärke 80 aufgezogen, in meinem Fall sind es Miyuki-Perlen der Größe 15. 
Hier ist der Hersteller wichtig, denn die 15er Rocailles der Firma Toho sind geringfügig höher, dann ist der Rohling mit seinen 42x12mm Größe zu kurz.

Zum Aufziehen braucht man ein Zählmuster. Für Oliven erstelle ich die Schemata mit der Software DBBead, dessen Nachfolger kostenlos von der genannten Internetseite zur Verfügung gestellt wird.
Ich beginne oben rechts mit dem Fädeln. Die grüne Farbe im Zählmuster entspricht dem Dunkelbraun der gezeigten Olive, die rote dem Rotbraun, die violette dem Grün und die gelbe dem Weiß.
Die weißen Felder bedeuten nichts, ich ignoriere sie einfach.
Ich fange oben rechts an und arbeite mich nach unten links Zeile für Zeile durch. Ich beginne also mit 15 rotbraunen Rocailles (5 für die erste, 10 für die zweite Zeile), dann folgen fünfmal eine dunkelbraune, zwei rotbraune (für die dritte Zeile), bis ich unten angelangt wieder mit 15 rotbraunen für die beiden letzten Zeilen aufhöre.
Jede Zeile entspricht einer gehäkelten Runde. Ich häkle also – mit einer 0,75mm-Häkelnadel - von links unten beginnend in der ersten Runde 5 Perlen, in der zweiten 10, der dritten 15 und so weiter...
Ich folge jeder Zeile von links nach rechts, bis ich oben rechts wieder angelangt bin.
Bevor die Runden wieder kürzer werden, setze ich die Holzolive als Füllung ein und nehme eine kleinere Häkelnadel für das letzte Stück (0,55mm), da sich sonst bei mir Löcher in die Zapfen schleichen.

Zuletzt den Faden sauber verstechen, :-) drapieren, fotografieren und glücklich sein.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Adventskalender 16. Dezember





Aus Moretti-232-hellem Türkis wird eine runde Grundperle gewickelt, auf deren Äquator fünf Punkte aus Moretti-456-Rubino Oro gesetzt werden. Auf beiden Seiten kommt je noch eine Reihe genau mittig versetzte Dots, die etwas kleiner aufgebracht werden. Die dritte Reihe in der Nähe des Dorns wird ebenfalls versetzt mit noch kleineren Nöppchen aufgebaut.

Ich schmelze sie flach und setze wieder aus dem hellen Türkis kleine Punkte in das Goldrubin – ein kostbares Glas, wie der Name schon sagt.

Nun ist nichts weiter zu tun als durchzuheizen und abzuwarten, das sich die Gläser vermischen und nach einiger Zeit diese Mosaikmuster bilden. Es ist für mich kaum zu glauben, dass diese Farbübergänge aus nur zwei Gläsern entstehen. Zuzuschauen, wie sich auf der glühenden Glasoberfläche gelb in gelborange diese Muster bilden und beim Abkühlen in dieses Rosatürkis umschlagen, gehört für mich zu den faszinierendsten Vorgängen beim Perlenwickeln.

Auf die Schnittpunkte habe ich Dots aus Moretti-420-Korallenrot gesetzt, von dem ich in meiner Anfangsphase mal eine sehr rosa Charge erwischt habe.

Das Gelb auf der linken Seite der Perle im Bild ist ein Beleuchtungsfehler, schade, nicht wahr? Es würde mir gefallen, wenn dieser Schimmer wirklich in der Perle wäre. Ob man das mit Opalgelb erreichen würde?

Samstag, 15. Dezember 2012

Adventskalender 15. Dezember

Diese Perle ist eine meiner Übungsperlen, bei denen ich versuche, die Stringermalerei beherrschen zu lernen.

Dabei ziehe ich mir zuerst einen dünnen Faden aus Double Helix Psyche. Ich erhitze die Glasstange, bis sich an ihrem Ende ein Ball bildet. Ich docke einen 3mm-Dorn an, nehme den Ball aus der Flamme, warte, bis sich eine Haut darauf gebildet hat und ziehe den Faden lang.

Für die Perle wickle ich aus Moretti-276-Elfenbein eine Grundperle, male mit dem Glasfaden Kringel darauf und lasse sie gründlich einschmelzen, bis sich auf dem Elfenbein das Craquelé gebildet hat.
Leider variiert diese Netzbildung je nach Charge des Elfenbeinglases.

Diese Glaszusammenstellung fasziniert mich besonders: Es gibt einen tief dunkelblauen Spiegelglanz auf dem Psychefaden, der von einem hellen und einem schwarzen Rahmen eingefaßt wird.

Freitag, 14. Dezember 2012

Adventskalender 14. Dezember

Passend zu den Temperaturen hier in Bayern – gestern morgen hatten wir hier minus zwanzig(!) Grad Celsius – zeige ich Euch heute meinen Schneemann.

Er besteht aus vier Perlen: zwei „Schnee“kugeln, dem Kopf und dem Hut.

Beginnen wir von unten, wie beim richtigen Schneemann:
Für die beiden unteren Bälle habe ich versucht, gleich große, regelmäßig runde Kugeln aus Moretti-004-Klarglas zu formen, auf die ich 204-weiße Pünktchen aufgetragen habe. Die Punkte sollen so weit eingeschmolzen werden, bis sie sich gesetzt haben. Aber Vorsicht: Das weiße Glas ist so weich, dass sie sich gern gleich hinlegen. Diese Kumpel sind also gut zum Üben der Temperaturbeherrschung.

Der Kopf besteht aus einer etwas kleineren Kuller, auf die erst die Augen aufgesetzt werden mit je einem kleinen weißen und darauf einem winzigen schwarzen Dot. Zuletzt bekommt der Schädel eine Nase aus 424-karottenrot.

Für den Hut habe ich einen Moretti-064-schwarzen Spacer gewickelt und zum Zylinder geformt. Auf dem linken Rand habe ich Runde für Runde eine Scheibe aufgebaut und glatt geschmolzen, bis mir die Hutkrempe groß genug erschien.

Vor der Montage auf den Silberdraht werden alle Perlen geätzt.

Am wohlsten fühlt er sich in der Kälte: 

Ohne seinen Hut wäre er kaum zu entdecken.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Adventskalender 13. Dezember



240 Pünktchen habe ich auf jedes dieser Weihnachtsbäumchen gesetzt, um dieses grüne Tannenmuster zu erhalten.

Eine schwarze Moretti-064-Grundperle wird zu einem Konus geformt, auf die Moretti-219-Kupfergrün gepunktet wird. Ich fange an links an der dicksten Stelle an und setze parallel zum Dorn sechs Punkte. Das wiederhole ich noch viermal, so dass ich nun wie in einem Karoraster 30 Dots aufgetragen habe. Jetzt setze ich in jedes Viereck zwischen die Punkte noch einen Dot und eine Runde auf den Boden. Jetzt sind 60 Punkte auf meinem Bäumchen.

Auf jedes Pünktchen wird mittig Moretti-023-Mosaikgrün aufgesetzt (da bin ich bei 120), darauf Moretti-208-Anisweiß (nun habe ich 180 Mal getupft). Jetzt sende ich ein Dankgebet zum Himmel, dass mir weder Mosaikgrün noch Anisweiß um die Ohren geknallt sind.

Diese gestapelten Dots lasse ich glatt einschmelzen und freue mich dabei, wie die drei Gläser miteinander reagieren und diese kleinen dunklen Pünktchen in dem Weiß bilden.

Ich korrigiere noch ein wenig die Form, setze aus grünem (für die Fichten) oder türkisem (für die Nordmanntannen) Klarglas die kleinen Tannenspitzen-Dots auf und frage mich: Ist das diese ganze Arbeit wert?

Dann stehen am nächsten Morgen von der aufgehenden Sonne hinterleuchtet die Bäumchen vor mir und strahlen um die Wette: JA! Der Aufwand lohnt sich!


Was mache ich nun mit dem ganzen Wald?

Erstmal ein Paar Ohrringe für mich. Habe ich schon erwähnt, dass ich Ohrringe über alles liebe? Ich gehe niemals ohne Ohrringe aus dem Bad.
















Oder ich wecke sie ein als Tannenbaum im Schafspelz, wie hier für die Freisinger „Schnipsis“, meine Quiltgruppe – wir haben uns gestern abend zu unserer allvorweihnachtlichen Plätzchenverkostung getroffen.


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Adventskalender 12. Dezember


Aus Moretti-026-Türkisgrün wickle eine donutförmige Perle, auf deren Äquator ich fünf mittelgroße Elfenbeindots setze, danach rechts und links dazwischen noch je fünf kleinere.

Sie werden etwas eingeschmolzen und mit Double-Helix-Clio aufgestockt. Dabei soll ein ganzes Stück Rand stehen bleiben, auf dem sich beim Einschmelzen mit etwas Geduld das Netzmuster entwickelt. 

Wenn die Punkte so aneinandergelaufen sind, dass vom Untergrund nur noch Linien sichtbar bleiben, setze ich kleine Dots aus hellem Reichenbach Multicolor.

Ich lasse die Perle im hinteren Ende der Flamme abkühlen. Bevor ich sie ins Vermiculit gebe, ziehe ich sie kurz noch durch den heißen Flammenbereich, damit die Dots kurz stark erhitzt werden und sich leicht violett einfärben.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Adventskalender 11. Dezember

Für diese Blümchenperle wird zuerst aus olivgrünem, transparentem Lauschaglas eine Hohle gewickelt.
Um den Äquator werden 4 Vierergruppen Dots aus Moretti-476-Elfenbein gesetzt, jeweils dazwischen, zum Rand hin, noch ein einzelner. 

Wenn die Punkte etwas heruntergeschmolzen sind, kommen auf jeden Dot Punkte aus Double Helix Clio. Jetzt wird die Kugel gleichmäßig durch die Flamme gedreht, bis die Oberfläche plan wird.

Bei Hohlkugeln muss man stets vermeiden, nur eine Stelle zu stark zu erhitzen, da sich dort durch den Druck der eingeschlossenen heißen Luft eine Beule bildet (und da sagt man immer, das sei doch bloß heiße Luft und würde nix bewirken!).

Nun wird also ganz vorsichtig die Stelle in der Mitte der Punktegruppe erhitzt und eingestochen. Ihr wisst schon: mit der berühmten Stricknadel. Auf keinen Fall darf das Glas dabei den Dorn berühren, sonst klebt es sofort fest. Die Perle darf sich wieder unter gleichmäßigem Drehen entspannen.

Zuletzt wird auf das Zentrum der Viererdots ein Punkt aus Clio aufgetragen und erhitzt, bis er sich gesetzt hat. Die Perle wird durch die sauerstoffarme Flamme gewedelt und im Vermiculit versenkt, wenn sie nicht mehr glüht. Aufs Tempern verzichte ich in dem Fall, weil die spiegelnde Lüsterschicht auf dem Silberglas sehr empfindlich ist und sich beim Tempern gern verabschiedet.

Montag, 10. Dezember 2012

Adventskalender 10. Dezember

Auf eine Grundperle aus Moretti-246-Kobaltblau werden 276-Elfenbeindots gesetzt.

 Ich beginne mit fünf großen dicken Noppen rings um den Äquator. Zwischen diese setze ich kleine Punkte.

Zuerst lasse ich die Perle wieder rundschmelzen, dann setze ich auf jeden Punkt einen kleinen aus dem Double-Helix-Glas Kronos.

Auf der dünnen Lage Elfenbein bei den kleinen Flächen bildet sich ein Netzmuster aus. Die dicken Puntke verfärben sich gelb, aber unter der Oberfläche ist auch hier ein Netz zu erahnen.

Das war heute eine sehr einfache, unaufwändige Perle – aber das wird auch wieder anders :-)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Adventskalender 9. Dezember

Diese Perlen bilden eine gute Ergänzung zu den von Corina Tettinger beschriebenen Tigerperlen, die viel schwieriger zu beherrschen sind.

Auf einen dünnen Dorn (hier 1,6mm) wird eine schmale weiße 204-Scheibe gewickelt, auf deren Rand kleine schwarze Reichenbach 9203 tiefschwarze Punkte gesetzt werden. Punkte aus Moretti-064-Schwarz würden beim Breitlaufen in ein dunkles, schmutziges Violett umschlagen.

Die Dots werden eingeschmolzen, dabei gehen sie schon etwas zu den Seiten hin. Jetzt wird das Rad mit Moretti-012-Topaz überfangen. Dabei setze ich immer nur Ringe auf den Äquator der Scheibe und schmelze sie herunter, indem ich die Perle abwechselnd von beiden Seiten her beheize. Das mache ich so oft, bis meine Perle die gewünschte Breite erreicht hat.

In der Regel ist das Weiß-Schwarz-Gestreifte an den Enden noch zu sehen. Hier setze ich rechts und links um den Dorn herum, ohne ihn direkt mit dem Glas zu berühren, eine Wulst aus 016-Topaz (aus diesem Glas sind auch die benachbarten Spacer).

Jetzt schmelze ich die Perle nur noch rund, tempere sie ein wenig und schicke sie in ihr Vermiculitbett zum Ausruhen.

Samstag, 8. Dezember 2012

Adventskalender 8. Dezember

Für diesen Seeigel wird eine Hohlperle in Moretti-024-Grün gewickelt und gleichmäßig rund geschmolzen.

Über die Länge der Perle werden 5 nicht zu kleine Glaspunkte gesetzt. Dieses wird in regelmäßigen Abständen noch viermal wiederholt, so dass fünf Dotlinien von einem Loch zum anderen führen.

Die Flamme wird jetzt nur noch eine Fläche zwischen zwei Punktereihen gerichtet. Sobald diese glüht, wird mit einem Messer die Kerbe eingedrückt. Das Werkzeug muss dabei recht kühl sein, damit es nicht am Glas kleben bleibt.

Die nächste Kerbe setze ich schräg gegenüber in den übernächsten Zwischenraum, überspringe danach wieder einen usw. bis alle fünf Flächen eingekerbt sind.

Während dieser Vorgänge setzen sich auch die Noppen. Sind einige zu stark eingesunken, werden sie jetzt noch erhöht, wie z.B. an dem Punkt rechts hinten zu erkennen ist. Zuletzt kommen die kleinen schwarzen 064er Pünktchen auf die größeren Dots.

Freitag, 7. Dezember 2012

Adventskalender 7. Dezember

Auf eine donutförmige Grundperle aus Moretti-014-Topaz werden über den Äquator fünf große 276-Elfenbein-Dots gesetzt und rechts und links versetzt jeweils 5 kleine Punkte. Mitten in die großen Dots wird ein Tupferchen SIS (versilberter Elfenbein-Glasfaden) gesetzt.
Die Punkte werden eingeschmolzen, bis sie nur noch ein Millimeterchen abstehen, dann werden alle Punkte mit Topaz abgedeckt und erhitzt. Beim Breitlaufen bildet sich das reaktive Muster unter dem Topaz.

Wenn die Perle eine regelmäßige Form eingenommen hat, werden zuletzt noch Nöppchen aus dunklem 236-Türkis aufgesetzt. Nun wird die Perle vorsichtig durchgeheizt, dass die Punkte sich setzen, aber noch nicht mit dem Elfenbein reagieren, ein wenig getempert – und ab ins Vermiculit!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Adventskalender 6.Dezember

Diese Hohlperle war die erste, die es mir wert war, fotografiert zu werden.

Hier baute ich die Seitenwände in unterschiedlichen Farben auf: die linke Wand in 276-Elfenbein, die rechte in 232-Türkis, dann in 212-Erbsengrün. Bei dem Grün ist noch gut zu sehen, dass es in zwei Runden aufgetragen wurde.

Nach dem Zusammenschmelzen legte ich über die abenteuerlich unsaubere Verbindungsnaht einen Silber-Elfenbein-Faden (SIS), den ich mit Silberblatt statt mit -folie gezogen hatte, daher der hohe Silberanteil darin.

Zuletzt setzte ich Elfenbein-Punkte aufs Türkis und türkise Dots aufs Elfenbein. Ich heizte die Perle so lange durch, bis die Oberfläche sich geglättet hatte und die Reaktionen wie gewollt abgeschlossen waren.

Die beschriebene Perle liegt im Zentrum dieser Frühlingskette, im Bild ganz links.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Adventskalender 5. Dezember

Diese beiden Perlen zeigen die Reaktionen zwischen Moretti-276-Elfenbein und Moretti-232-Türkis. Es bildet sich eine schwarze Linie, die ins Elfenbein hineinläuft. Je länger und heißer das Glas wird, desto stärker wird die Reaktion.

Ich wickle kleine runde Grundperlen und setze mit der Gegenfarbe jeweils auf den gegenüberliegenden Seiten Gruppen aus drei großen Punkten darauf. Nun heize ich direkt auf die Mittelpunkte der Gruppen, damit die Farben in einem Punkt zusammenlaufen. 

Auf die großen Dots setze ich zur Mitte hin kleinere der Grundfarbe und zwischen die Punktegruppen kleine der Gegenfarbe.

Jetzt schmelze ich alles glatt und lasse die Perle ein wenig abkühlen, damit sie mir nicht aus der Form gerät, wenn ich die Mitte der Punktgrüppchen zum Glühen bringe. Dort steche ich mit meiner bereits erwähnten Strumpfstricknadel beherzt hinein.

Ich drehe die Perle langsam in der Flamme, bis die Oberfläche wieder eine gleichmäßige Kugel bildet und die Einstiche nicht mehr erkennbar sind.
Zuletzt tempere ich die Perlen im hinteren Flammenbereich, gebe ihnen noch etwas Zeit, sich zu entspannen – und entspanne mich auch.