Posts mit dem Label Spinnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spinnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 18. April 2016

Jetzt spinnt sie wieder!

Montagsmandala (63)

 
































Zehn Tage lang hatte eine Virusinfektion meine Augen so lahm gelegt, dass an Brenner und Computer nicht zu denken war.

Aber Spinnen kann ich auch mit (fast) geschlossenen Augen. Dafür reicht das Fingerspitzengefühl grade noch aus. Also habe ich täglich mehrere Stunden am Spinnrad gesessen und fast einen Kilometer türkisbunte Wolle fabriziert.

Ich habe alle meine türkisen, blauen und violetten Wollreste herausgesucht und grob sortiert: Auf einen Haufen kamen die mittelblauen, auf den anderen alle anderen Farben. Dann habe ich eine Spule mit der blauen und eine mit der gemischten Wolle versponnen, gerade, wie die Locken kamen.
Die habe ich miteinander verdrillt.

Einen Strang davon habe ich mir heute zum Mandala gewickelt und mit einem Ringtop vollendet.






























 Ist das nicht die perfekte Welle?:




Donnerstag, 18. Februar 2016

Mein Traumvogel
























Ich habe lange Zeit gebraucht, mir meinen Wunsch nach einem Dreambird nach Nadita zu erfüllen, Zuerst habe ich mir Rohwolle gefärbt, dann versponnen. Es wurde das dünnste Garn meines Lebens: der dunkelgrüne Teil in diesem Vogel hat 1042 m Lauflänge auf 100g Wolle, der hellgrün-orange-gelbe "nur" 680 m, daher stehen die Blättchen etwas auf. Sie gewinnen an Plastizität.

So dünnes Spinnen werde ich mir nie wieder antun, das Spinnen eines selbstgefärbten Verlaufsgarns aber wahrscheinlich schon. Zuerst macht das Färben Spaß, dann das Verspinnen und nicht zuletzt das Verstricken...

Mit einer 2er Nadel strickte ich nach dem Prinzip des Dreambirds, vergrößerte aber die Maschenzahl um 25%, sonst wären die Federblätter zu winzig geworden. Dadurch sind sie schlanker geraten.

Mit den Angaben zum Verbrauch hatte ich mich nach ravelry gerichtet, allerdings hatte ich durch das feine Spinnen so viel Material übrig, dass ich die überzählige Wolle in Sylvias Adventskalender gepackt habe. Bei ihr ist daraus noch ein Leftie entstanden mit ca 3m Seitenlänge.



Dieses Tuch ist nur für mich, drum ab damit zu RUMS!



Freitag, 9. Januar 2015

Sonnenuntergang

Diese Wolle hat Sylvia und mir viel Spaß gemacht. Zum ersten Mal sah ich sie, als sie sie mir zum Geburtstag schenkte im März.
Da fand ich sie so toll, es waren da schon richtige Sonnenlichtfarben. Daraus habe ich, als ich es besser konnte, im JuniJuliAugust, einen Faden gesponnen. Ihr seht ihn auf dem ersten Bild. Dabei habe ich versucht, die Farben nicht total miteinander zu vermischen, sondern nebeneinander stehen zu lassen. 
Im SeptemberOktober spann ich dann den zweiten Faden zum Verdrillen, auch aus lauter Sonnenfarben, die ich in meinen Vorräten fand.
Das war jedesmal eine Gute-Laune-Aktion, zum Teil habe ich in meinem Garten gesessen und in den Sonnenuntergang geguckt. Wahrscheinlich hat die Wolle da noch Sonnenlicht aufgetankt.

Das Knäul auf dem oberen Bild hat eingesponnene Perlen, d.h. ich habe Rocailles auf ein Nähgarn gezogen und mit verdrillt.

Auf dem unteren Bild ist ein Fransengarn zu sehen. Dabei werden auch zwei Fäden miteinander verdrillt, aber einer bleibt länger und verdreht sich mit sich selbst. Das ergibt die Fransen.
















Die nächste Freude kam beim Verpacken auf und bei der Vorstellung, wie Sylvia mit der Wolle strickt.

Ich finde es toll, was sie daraus gemacht hat, und auch noch so schnell.

Das Bild vom fertigen Schal habe ich auf ihrem Blog gemopst.

Freitag ist Freutag.






Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Erinnerungsponcho

An diesem Poncho hänge ich jetzt schon. Mit dieser Wolle habe ich das Spinnen wieder erlernt. Vor etwa genau dreißig Jahren hat meine Großmutter versucht, es mir auf dem alten Spinnrad meiner Urgroßmutter beizubringen. Aus dieser Zeit stammen auch etliche Flocken Wolle, die ich erst jetzt verarbeitet habe. Darüber hinaus sind Kammzüge, die mir mein Sohn geschenkt hat, darin verarbeitet - und etliche Proben, die mir meine Freundinnen zum Geburtstag geschenkt haben, zum Beispiel Kamelhaar - der bräunliche Querstreifen im Detailfoto - oder neuseeländisches Lamm.

Obwohl es meine erste größere Charge an Wolle ist und ich noch gar keine Erfahrung habe, gefällt mir das Strickbild ausgesprochen gut. Es ist so lebendig, wie es mit industrieller Wolle gar nicht möglich wäre. 

Nach dem Schlammtaucher hüpfte mir dieser Poncho geradezu unheimlich schnell von den Nadeln. Ich konnte das Strickzeug nicht mehr aus der Hand legen, weil ich so neugierig war, wie sich das Muster weiterentwickeln würde. Es ist eines der wenigen großen Stücke, die nie zum Ufo geworden sind.


      


Auch den Kragen musste ich blitzschnell beenden, damit ich fertig werde, bevor die Wolle alle ist. Ich habe so gut wie keine Reste übrig behalten. Hier sind meine ersten Versuche ungewöhnlicher Wolle hineingestrickt wie das Fransengarn, die Perlenwolle und die Filzknöllchen.
























Nun ab damit zu "Rums"!







Dienstag, 27. Mai 2014

Sommerfrische

Röllchen über Röllchen sind gestern entstanden. Sind sie nicht wunderschön? So lebendig.

Keltoi und ich haben auf unserer Terrasse gesessen. Sie hat mir gezeigt, wie ich mit meinen neuen Handkarden Rolags, das sind diese Röllchen, anfertigen und dann auf einer Handspindel verspinnen kann.

Dieser Berg stammt leider nicht aus meiner Hand, sondern aus ihrer. Um diese Röllchen so fein und gleichmäßig hinzubekommen, muss ich wohl noch etwas üben.Im Original wirken die Farben noch lebendiger. Um sie auf der Handspindel zu verspinnen, werden die Rolags gedehnt, bis ein lockeres Vorgarn entsteht. Dieses wird ums Handgelenk gewickelt und braucht nur noch zart ausgezogen zu werden, um ein feines, gleichmäßiges Garn zu werden. Jedenfalls in der Theorie, die Praxis will geübt werden.

Also werde ich mir wohl Holzstangen zurechtsägen heute, um das Rällchendrehen auszuprobieren. Das war einer dieser wunderbaren ruhigen Tage gestern, an die ich mich lange erinnern werde. Zu zweit in der Sonne sitzen, schwatzen, spinnen und sich gegenseitig Schätze zeigen - was kann es Schöneres geben?
Und was macht Ihr "creadienstags"?

Dienstag, 13. Mai 2014

Kürbis? Um diese Jahreszeit?

Je länger ich an diesem Knäul wickelte, desto ähnlicher wurde es einem Kürbiskopf - zugegeben, einem kleinen Kürbis. Hokkaido im Jugendstadium. Das Garn ist diesmal nicht so filigran geworden wie in der vorigen Woche, es hat "nur" eine Lauflänge von 585m/100g. Aber ich denke, ich werde die Wolle miteinander verarbeiten können.  Im Untergrund mein zweiter Sonnenstrahlenquilt, den ich heute und morgen beenden werde, da er am Donnerstag zum Fototermin antreten darf. Langsam rückt unsere Genfer Ausstellung in greifbare Nähe. Noch sind 6 Meter mit der Hand zu sticheln und gefühlte 658 Fäden zu verstechen - dann ist auch dieses Projekt abgeschlossen.
Und was macht Ihr so "creadienstags"?



Dienstag, 6. Mai 2014

Frühling

Die Farben meines aktuellen Strick- und Spinnzeugs sehen denen der Frühlingswiesen ringsum recht ähnlich: grün mit gelben und rotbräunlichen Farbtupfern.

Momentan übe ich , Wolle für Lacetücher möglichst dünn auszuspinnen. Mein Ziel war ursprünglich, die 420m pro 100g zu erreichen, aber mit dieser grüngelben Wolle bin ich weit übers Ziel hinausgeschossen: Es sind 390m, die gerade mal 60g wiegen. Damit bin ich bei einer Lauflänge von 651 Metern! Ich kann es selbst kaum glauben. Diese selbstgefärbte Shetlandwolle läuft wie von selbst ins Spinnrad, ich kann mich immer nur schwer wieder losreißen.

Im Untergrund seht Ihr mein Ufo, an dem ich mal wieder weiterstricke. Seit Wochen denke ich: Bis zum Donnerstag bekommst Du die Jacke fertig. Ob ich es bis übermorgen schaffen werde? Das Schwierigste daran ist, die Rufe des Spinnrads zu ignorieren...



Und was macht Ihr so "creadienstags"?

Dienstag, 29. April 2014

Ich glaub, ich spinne... soooo viel Wolle!


In den vergangenen Wochen habe ich viel Zeit am Spinnrad zugebracht. Ich habe aus der Wolle auf dem obersten Bild (Merino aus der Wollfabrik, Farbe Beere multicolor und Pink) auf einer Spule und den Batts vom 3.3. nebst einem multi-blauen Strang und braunen Resten auf der anderen eine dünne Wolle gezwirnt für einen Kapuzenmantel.

Insgesamt sind es 3650m geworden bei einer Lauflänge von durchschnittlich 416m pro 100g - das dürfte reichen.
Mittlerweile ist alles auf Knäuel gewickelt, bei denen ich auf der Unterseite den Farbverlauf sehen kann - und eine Strickprobe ist auch schon angefertigt, damit ich die Mantelkonstruktion berechnen kann.


Und was macht Ihr so "creadienstags"?




Freitag, 25. April 2014

Erste Kammzugfärbungen

Mir hat es in den Wochen vor Ostern in den Fingern gekribbelt nach Farbe, besonders nach GRÜN. Also habe ich mich erstmal herangetastet. Auf dem Dachboden fand ich glänzende, dunkelgraue Kammzüge aus argentinischer Wolle, die ich farblich so scheußlich fand, dass ich sie zum Probieren hernahm. Als sie mit grüner Sewo-Farbe vollgesaugt waren, fand ich sie einfach nur noch schön. Sie hatten sich so komplett verwandelt zu einem tiefen Grün - wie im Märchen. Diesen Strang habe ich gleich angesponnen.
Damit das Strickgarn nicht gar so eintönig wird, habe ich einen helleren Grauton Gotlandwolle - unten im Bild - und wollweiße Shetland - oben im Bild - mit dem Farbsud überschüttet, diesmal mit gelben und blauen Abstufungen darin. Allerdings hatte ich mich verschätzt, diese Wolle ist wesentlich dunkler geworden als erwartet und bildet nicht den gewollten Kontrast zu der dunkelgrünen. Farblich ist nicht mehr zu unterscheiden, welches die graue und welches die weiße Wolle war.


Daher habe ich am nächsten Tag noch einen Strang schneeweißer Falklandwolle - obere Bildmitte - gebuntet. Dafür habe ich wenige Krümelchen des Sewopulvers aus Gelb, Terra und Grün (aus Türkis und Zitrone) in Essigwasser aufgelöst. Auch diese dünnen Farben ergaben eine erstaunliche Intensität. Ich freue mich schon aufs Spinnen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen Traumvogel: grüner Untergrund mit bunten Federn...

Dienstag, 25. März 2014

Perlenwolle

Mein Anfänger-Woll-Sammlungsponcho hat einen neuen Ministrang dazugewonnen: 22m/10g. Diese Maßangaben sind aber nicht ganz ernst zu nehmen, schließlich wiegen die Perlen und das zusätzliche Nähgarn mit, auf das ich schon vorher die Perlen aufgefädelt hatte.

Aus verschiedenen Merinokammzügen in Blautönen spann ich zwei Stränge Wolle möglichst dünn aus. 


Im ersten Arbeitsschritt des Verzwirnens überdrillte ich die Wolle in S-Richtung, im zweiten fügte ich in Z-Richtung das Nähgarn mit den aufgefädelten Rocailles hinzu. Momentan gefällt es mir garnicht, weil sich das Nähgarn nicht mit der Wolle verbunden hat. Es schlabbert drum herum. Die Perlen sind sehr beweglich und verschieben sich leicht.  Ich hoffe, dass die Wolle verstrickt schöner aussehen wird, weil sie mehr Halt bekommt.

























Was macht Ihr so "creadienstags"?

Freitag, 7. März 2014

Erinnerungen

Erinnerungen sind kostbar. Das weiß jeder, der mal mit Totalamnesie aus dem Koma aufgewacht ist. Auf Erinnerungen muss man aufpassen, sich an ihnen freuen, sie festmachen, damit sie sich wie ein Faden durchs Leben ziehen.
Diese Woche freue ich mich ganz besonders, ununterbrochen, über den Montag.

Nein, ununterbrochen ist nicht richtig. Am Dienstag haben wir meine Freundin C. beerdigt. Auch diese Trauerfeier ist eine schöne Erinnerung voller Musik und Segenswünsche. Der Kirchenchor sang "...schenk mir Gedanken der Stille...", als an diesem nebligen Morgen die Sonne durchbrach und die bunten Glasfenster zum Leuchten brachte. Das war wie ein Wunder - aber keine Freude, sondern Traurigkeit.

Die Begegnungen am Montag aber werden mich als reine Freude begleiten. Der Tag war so rund und voller Erlebnisse. Ich habe jetzt meine Lieblingswolle entdeckt, die sich ganz von selbst verspinnt - ich brauche nur am Spinnrad sitzen und zusehen, wie ein weicher, dünner Faden ins Rad läuft. Es ist Neuseelandlamm. Ob das Babyschaf wirklich auf den grünen Hügeln südlich des Äquator, wo die Sonne im Norden steht, geweidet hat? Oder nur seine Vorfahren?

Am Montag habe ich etliche Garne meiner Besucherinnen ausprobieren dürfen. Heute morgen habe ich die Wolle für meinen Poncho fertiggestellt, darin ist diese schneeweiße Lämmchenwolle versteckt und goldbraunes Kamel. Hihi: verstecken werden sich diese beiden wohl nicht, eher herausleuchten aus der ansonsten in Grau- und Blautönen gehaltenen Wolle. Die Lammwolle drängelt sich in Spulenmitte ins Auge.

Ich freue mich: Etwa 1800 Meter auf 850g Erinnerungsgarn sind gesponnen. Die genauen Werte habe ich erst, wenn die Wolle von der Spule noch ausgemessen und -gewogen ist.

Freitag ist Freutag.

Mittwoch, 5. März 2014

Ein Tag voll bunter Wolle

























Der Montag war ein Tag, den ich sehr genossen habe. Obwohl wir uns im wirklichen Leben nicht sooooo gut kannten, haben wir munter drauflosgeschwatzt und gelacht und nebenher Wolle an der Trommelkarde und an den Spinnrädern bearbeitet. 
Ich habe viel gelernt, zum Beispiel, dass das Kardieren nicht, nein, niemals, direkt aus den Flocken auf die Walze gegeben werden darf, sondern auch hier muss ich zupfen, zupfen, zupfen... Ja wozu habe ich sie denn dann? Ganz einfach: Zum Farben mischen. Zum Batts anfertigen, die sich ungleich einfacher als gezupfte Flocken ins Spinnrad laufen lassen und die schon vorab einen Eindruck vermitteln, wie die Faser dann aussehen könnte.
Den gestrigen Tag habe ich damit verbracht, am Rad alle meine Schätze anzuspinnen und den Montag noch einmal in Ruhe an mir vorüberziehen zu lassen.Mir ist auch wieder eingefallen, dass ich nicht, wie bisher, die frisch gesponnene Wolle sofort verzwirnen soll, sondern besser einen Tag abwarte, damit sich der Drall in der Faser setzen kann. Es leuchtete mir gleich ein. Das konnte ich noch nicht ausprobieren, erst müssen mal zwei Spulen gefüllt werden - am besten mit diesen violett-lila-rot-blauen Batts, die ich mit einem Lila in verschiedenen Helligkeitsstufen verzwirnen möchte. 

Als nächstes möchte ich einen Kammzug färben, den ich dünn ausspinnen und navajoverzwirnen möchte, wie das Garn auf dem linken Bild. Auch diese Zwirntechnik habe ich gelernt - und begriffen. 

Über den "langen Auszug" kann ich das leider nicht behaupten, dabei ist mir immer der Faden gerissen. Und: Ich kann ich nicht leiden! So! Der kommt mir so bald nicht wieder ins Haus! :-)



Ich habe den Kopf wieder voller Pläne, ist das nicht wunderbar? Nach solchen anregenden Begegnungen fühle ich mich so lebendig. Vielen Dank, Ihr drei!

Dienstag, 25. Februar 2014

Artyarn

Ist das jetzt schon "artyarn"?
Ich habe kleine Kullerchens gefilzt - wahrscheinlich furchtbar umständlich, ich habe ewig gebraucht dafür. Die habe ich auf Knopflochgarn gefädelt und zusammen mit zwei Schafwollsträngen verzwirnt.

Besonders auf meinem gequilteten Tascheninnenleben gefällt mir das.
Und was macht Ihr so "creadienstags"?

Dienstag, 18. Februar 2014

Fransengarn


Heute habe ich versucht, ein Fransengarn zu spinnen.

Für den ersten Anlauf finde ich es wirklich lustig. Ich bin gespannt, wie es verstrickt aussehen wird.

Auf jeden Fall passt es gut zu meinem Ponchogarn im Untergrund, vielleicht kommt es in den Kragen. Da es nur etrwa 40 Meter sind, reicht es dafür noch nicht, aber ich weiß ja jetzt, wie es geht.













Und ich finde, es passt ausgezeichnet zu dem Lagunen-Ringtop, das ich mir nach einer Anleitung von Angela Meier gebrutzelt habe (aber nicht heute) - ich freue mich schon, den Ring gemeinsam mit dem Poncho zu tragen.
Was habt Ihr denn so gemacht am "creadienstag"?

Donnerstag, 13. Februar 2014

Selbstgesponnene Wolle

stellt momentan für mich sogar die Norowolle in den Schatten. Aus 100% australischer Merino ist das Tuch so warm und weich wie seine Farben.

Bei irgendjemandem habe ich gelesen, dass Wolle nie wieder so schön wird wie die erste selbstgesponnene - und jetzt verstehe ich das. Man ist noch garnicht in der Lage, gleichmäßig zu spinnen, dadurch wird die Wolle automatisch dicker, dünner..., eben lebendig. Erst befürchtete ich , dass mich diese Unregelmäßigkeit bei dem Lochmuster stören würde - aber nein, ich liebe sie.

Nun habe ich auch für das rote Leinenkleid ein Tuch, diesmal ist es allerdings eher zu klein geraten - obwohl ich es in Anlehnung an das Tuch "Marella" mit zusätzlichen Lochmusterreihen und mehr Rapporten gestrickt habe.

Das wird unter Garantie nicht das letzte selbstgesponnene Tuch gewesen sein, da nehme ich noch einmal Anlauf.

Trotzdem werde ich dieses Tuch nicht aus den Händen geben - also ab damit zu "Rums".