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Dienstag, 16. Mai 2017

Buntes Gemüse
























Bei mir hat ein neues Hobby angeklopft: Gemüse milchsauer einlegen.

Erst war ich etwas skeptisch, aber: Versuch macht kluch!

Als ich die ersten Kohlrabi geerntet habe, tat es mir leid, die frischen, grünen Blätter einfach wegzuwerfen.

Ich schrubbelte sie also sauber, ließ sie trocknen, stampfte sie ins Glas und füllte mit 1,5%iger Salzlösung auf. Nun beobachtete ich das Glas Tag für Tag, ich sag Euch: Das ist spannender als Waschmaschine oder Fernseher. Am dritten Tag begann das Blubbern. Täglich entließ ich den Überdruck aus dem Glas und freute mich über den veränderten Duft.

Als am 8.Tag das Blubbern schon aufhörte, war ich ganz irritiert. Das hatte ich jetzt so nicht erwartet. Mutig kostete ich die Bescherung und siehe da: Es ist köstlich! Es ist zwar zu lesen, dass das fermentierte Gemüse noch Wochen braucht, um sein bestes Aroma zu entwickeln, aber das kann ich mir gar nicht vorstellen: Es schmeckt einfach wunderbar! Man sieht es am Glas rechts im Bild ganz oben: Es ist schon nach zwei Tagen fast leergefuttert.

Ich habe die sauren Blätter zusammen mit Rukola, einem süßen Apfel, etwas Öl und scharfem rotem Rettich zu einem Salat gemischt: Eine Geschmacksexplosion im Mund, ungelogen. Einen Rest habe ich für den Abend stehen lassen. Durchgezogen hatte der Salat einen runden, vollen Geschmack, aber gegen die Morgenvariante schmeckte er schon fast farblos.

Gestern und heute habe ich die nächsten Gläser angesetzt: Ich glaube, das Zeug macht süchtig.

Das obere Detailbild zeigt den gestrigen Ansatz: unten Bärlauchknospen, in der Mitte eine orangene Möhre, oben wieder das bewährte Kohlrabilaub.
Hier sieht man schon, dass die Gärung bereits gestartet ist, es bilden sich Gase zwischen dem Gemüse, die sich langsam ihren Weg nach oben suchen.

Im unteren Glas wohnen Mangoldstiele, rote Rettiche, weiße Eiszapfenradieschen und eine gelbe Möhre, bedeckt von einem Mangoldblatt.

Sauer macht glücklich, meinen auch Maria und Marco, die mich mit ihrer Begeisterung dazu gebracht haben, es sofort selbst auszuprobieren.

Sie haben Recht.
Ich werde kein Kohlrabiblatt mehr wegwerfen.

Ab zum creadienstag,
zu den Dienstagsdingen
und zu handmade on tuesday.



Montag, 30. Januar 2017

Die Nachspeise

Montagsmandala (75)




frei nach Janosch:

Nachspeise ist die schönste Speise, denn sie macht froh und glücklich.

 

Eine heiße Suppe - und danach: Der letzte Keks, ein paar schrumpelige süße Weintrauben, einige Mandarinenspalten in einem Mittagssonnenstrahl - und schon bin ich glücklich und zufrieden, mit einem warmen Bauch und Schokoladennachgeschmack auf der Zunge.
Die Liebe geht durch den Magen.

So fängt die Woche gut an, möge es so rund weitergehen.

Samstag, 31. Oktober 2015

Kribbelkrabbel zum Gruselwusel
























Heute freue ich mich ganz besonders: Ich fahre nach Augsburg zum Gruselwusel von Kaina Stieler, der Inhaberin von "Feuer und Flamme".

Außer aufs halloweenische Buffet freue ich mich, wieder andere Glasperlenmacherinnen zu treffen und einige neue Perlen bewundern zu dürfen.

Für meinen Beitrag haben sich schware und weiße Krabbeltierchen über Mandelcookies und Brownies gestürzt, zwei amerikanische Rezepte.



Dienstag, 14. Oktober 2014

Birnencrumble

"Meine Tochter würde das sofort fotografieren und ins Internet stellen!" sagte Birgit, als ich ihr gestern den Nachtisch vor die Nase stellte. Also zückte ich sofort die Kamera, was die Kiddies können, kann ich schon lange! (oh... *rotwerd*, ich sehe meinen Sohn vor mir, breit grinsend, als ihm einfällt, wie schwer es doch war, der Mama das internetten beizubringen!)


Aber hier ist das Rezept für Euch, bzw. das, was mir davon noch einfällt. Beim Kochen und Backen bin ich immer sehr kreativ. Ich benutze fast nie ein Standardrezept, mein Essen richtet sich vor allem danach, was ich gerade da habe - und nach den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (in Klammern nach den Zutaten).

100g Zartbitterschokolade (Feuer) werden geraspelt, mit den Würfeln von 4 reifen, süßen Birnen (Erde) gemischt und in eine gebutterte Jenaer-Glas-Form gefüllt.
Dann wird der Streußelteig geknetet:
Ca. 75g Butter, 75g Mascobado-Zucker und 75g Walnüsse (Erde) werden mit einer kleinen Prise Nelkenpulver (Metall) und einer großen Prise Salz (Wasser) gewürzt. Jetzt kommen noch etwa 50g feines Weizen- oder Dinkelmehl (Erde) dazu. Die Masse wird zu einem homogenen Krümelteig verarbeitet, der über die Birnen verteilt wird.
Das Ganze kommt bei 200°C Umluft für 10 Minuten mit Deckel in den Backofen, danach noch etwa 15 ohne Deckel, bis die Streußel eine warme braune Farbe angenommen haben.
So heiß wird die Masse in Keramikschüsseln gefüllt. Darauf kam gestern je ein Löffel Walnusseis und zur Dekoration ein bei mir unvermeidlicher Vogelfutterkeks und eine Weinbeere.

Im Hintergrund seht Ihr noch mein Montagsmandala aufblitzen - und mein Rezept geht ab zum "creadienstag".

Mädels, das war gestern ein schöner Tag für mich. Ich hab mich sehr gefreut, Euch bei mir zu haben.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Vogelfutter

Kaum sind die Vogelfutterkekse in der Schüssel, kommen die Piepmatzen angeflogen...



Nein, das stimmt gar nicht, meine Keramikvögel können nicht fliegen.
Aber dass die Kekse immer ganz schnell alle sind, können alle Mädels auf den diversen Perlentreffen bestätigen. Dahin bringe ich sie gerne mit.

Sie sind ganz einfach zu backen:
Ein Ei wird zusammen mit 100g Mascobadozucker, einer Prise Nelkenpulver und einem Fitzelchen Salz schaumig gerührt. In dieser Masse werden 375g Sonnenblumenkerne versenkt. Wenn sie nicht reichen, ergänze ich mit gehackten Mandeln, Erdnüssen, Walnüssen..., was der Schrank so hergibt.

Das wars schon für den Teig. Nun setze ich mit zwei Löffeln kleine Häufchen aufs Backpapier und drücke sie flach. Das Blech kommt für sechs bis sieben Minuten in den Herd, bei 180°C Umluft. Die Kekse sind fertig, wenn sie ringsum hell- bis goldbraun verfärbt sind. Wenn sie zu dunkel werden, nehmen sie einen unangenehm bitteren Geschmack an.

Viel Spaß beim Nachbacken!