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Freitag, 10. Februar 2017

Sonne am Ohr

Das Schönste an diesen Adventskalendern ist, dass sie lange Freude bereiten.

Heute habe ich mich ganz besonders gefreut: Die Sonne ist nicht durch den Hochnebel gedrungen, aber was solls: Ich hänge mir Sonne ans Ohr!

Dann krame ich in meinem Adventsfach, um den Begleitbrief noch einmal zu lesen, den ich am 24. Dezember zusammen mit diesem Paar Ohrringe in meinem Türchen fand:

"Guten Morgen, liebe Heidi,
heute schicke ich Dir puren Sonnenschein und Wärme. Im Mittelpunkt steht ein Aragonit...
Er beruhigt das Gemüt, gleicht bei Lebenswandel aus und stabilisiert die geistige Entwicklung. Dadurch hilft er bei Sprunghaftigkeit, abnehmendem Interesse, Tagesmüdigkeit und Überforderung. Begonnenes kann mit Hilfe des Aragonit wieder zu Ende geführt werden. Außerdem kann er Nervosität lindern, die Konzentration stärken und Verantwortungsbewußtsein sowie Empfindsamkeit anregen. Unter das Kopfkissen gelegt schützt er vor Alpträumen und Mondsucht.
Vielleicht tut er Dir ja auch gut, das Wichtigste für mich ist aber, dass er Dir Freude bereitet. Der Winter wird noch einige graue Tage für uns bereit halten, aber damit hast Du die Sonne immer bei Dir...

Liebe Grüße
Sylvia"

Das ist wohl wahr. Ich habe große Freude an ihnen - und wie Du siehst, habe ich auch passende Sachen dazu anzuziehen, an kalten Tagen auch das Tuch, das Du mir gestrickt hast - auch wenn sich Embroidery-Ohrringe mit Wolltüchern mitunter streiten.

Hab vielen Dank, immer wieder.


Donnerstag, 29. Oktober 2015

Das Licht des Buddha

Der Oktober bringt es mit seinem Indianersommer wohl mit sich, dass auch die Farben in meinem Schmuck leuchten.

Dieser Schmuck des Monats liegt mir besonders am Herzen: die Keramikscherbe habe ich von Claudia (leider ohne Blog) geschenkt bekommen, den Buddha auf den Bead Days in Augsburg.

Ich habe mich sehr gefreut, dass die beiden so harmonisch zusammen passten und sah die fertige Kette sofort vor mir. Ich brauchte sie nur noch zu sticken, fast ohne Änderung des ursprünglichen Konzepts - und das ist bei mir selten.

Die Technik des Bead Embroidery beschäftigt mich nach wie vor am meisten. Diesmal kommt mein Schatz ganz ohne handgewickelte Perlen aus.

Der Kettenstrang ist aus Rocailles und Glasschliffperlen in der RAW-Technik (right angles weave) gefädelt.

Die Halbedelsteine an den Enden der kurzen Fransen sind Karneole, die die Vitalität fördern sollen - nun, das kann nicht schaden.

Das Zentrum der Ohrringe wird von einem Rivoli gebildet, auch an ihnen hängen kleine Karneole.




Mein leuchtender Buddha darf noch in die Sammlung "Rund ums Weib".

Montag, 5. Oktober 2015

Ein Kurs im Perlensticken

Montagsmandala (47)

























Vergangenen Samstag war ein ganz besonderer Tag für mich: Caro Rzepka und ich leiteten unser erstes Seminar, um das Kunsthandwerk des Perlenstickens weiter zu verbreiten.

Caro hat die Anleitung geschrieben und das Grunddesign gestaltet, ich brachte handgewickelte Cabochons und Perlen mit ein. Gemeinsam beantworteten wir Fragen und berieten die Teilnehmerinnen zur Farbgestaltung und Perlenzusammenstellung.

Ich war ganz begeistert, was für Schönheiten dabei zustande kamen. Es berührt mich immer ganz besonders, wenn ich sehe, wie andere mit meinen Cabochons arbeiten und wie deren Charakter sich dabei verändert.

Nun habe ich mein Montagsmandala zwar nicht heute gelegt, aber ich kann aus unserem Kurs einige zeigen.


 
Gefallen haben mir alle Arbeiten, leider habe ich nicht von jeder Perlenstickerei ein Foto.
Aber ganz besonders berührt hat mich diese zarte helle Blüte, die so perlmuttschimmernde und warmglänzende Perlen als Einrahmung bekam, dass ich sie am liebsten wieder mit heimgenommen hätte. Das Mandala ist so sauber genäht, die winzigen Perlen sind so exact ausgerichtet, als würde jahrelange Erfahrung in der Embroidery-Technik dahinterstehen.
Ich hatte auch hier schon mit schwarzer Schrift wie auf alle anderen Bilder den Namen geschrieben: Jutta Strauß. Ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, aber ich muss noch lernen, wie ich den Schriftzug auch weiß einsetzen kann. In Schwarz sah er einfach zu grausam aus.

Ich hoffe, dass der Tag für alle Anwesenden so schön war wie für mich. Von unserem Buffet schwärme ich noch, so feine Salate standen auf dem Tisch - und soooo viele!
Herzlichen Dank Euch allen, ganz besonderen Aber Caro Rzepka für ihre Vorbereitung und Barbara Dennerlein für die Organisation.



Mittwoch, 30. September 2015

Rosalia
































Zur Zeit tragen alle meine Ketten Frauennamen, meist indianische, weil mich die großen Stickereien auf den Amuletten in die Prärie entführen. Diese Kette hier eindeutig nicht. Sie ist ein weiterer Versuch, mich mit den Farben Rosa und lila auszusöhnen - der erste, der mir soweit gefällt, dass ich das Set tragen werde, auf einem langen, schwingenden lila Leinenkleid.

Dafür sorgt sicher auch der hohe Anteil an Türkis und Blau, den ich der Rosali(l)a beigegeben habe.

























Mein Schatz des Monats besteht wieder aus einem embroiderten Set, aus Kette und Ohrhängern.

Die Cabochons dafür sind an der Flamme aus fließenden Reaktionsgläsern gewickelt, umstickt wurden sie mit Rocailles und Glasschliffperlen.

An der Makroaufnahme des Cabochons ist gut zu erkennen, wie das Glas in der großen Hitze auflebt und Strukturen bildet an der Glashaut. Das begeistert mich immer wieder, auch wenn andere es für Fehler bei der Herstellung halten und der Meinung sind, Glas bräuchte eine glatte Oberfläche.


Hier noch zwei Detailaufnahmen: die Ohrringe mit ihren grünviolett schimmernden Tropfen und die RAW-genähte Kette mit ihrem asymmetrisch eingesetzten Magnetverschluß.





Da mein Schatz des Monats September wieder nur für mich gedacht ist, verlinke ich mit Rums.

Freitag, 18. September 2015

25. Kunstfest in Göbelsbach

In der letzten Zeit bin ich so viel herumgewirbelt, dass ich ganz verpasst habe, Euch zu erzählen, dass ich morgen und übermorgen auf dem 25. Kunstfest in Göbelsbach, Dorfstraße 1, anzutreffen sein werde.

Gastgeber in einem zauberhaften Bauernhof und -garten sind Doris und Lenz Prütting, Malerin und Holzgestalter.

Neben Ketten aus handgewickelten Perlen werde ich auch Embroidery anbieten, perlenbestickte Amulettketten wie diese hier mit einem gefädelten Knebelverschluß.


Ich würde mich sehr freuen, einigen von Euch zu begegnen und einen Schwatz zu halten.

Dienstag, 15. September 2015

Ein Unfall?
























Eines Tages glückte mir am Brenner nix. Gar nix.
Nachdem dieser Cabochon eine große Luftblase entwickelt hatte, die das Glas aufriss und mit einem großen Loch, gerändert mit eingebranntem Trennmittel, zurückließ, gab ich auf für diesen Tag.

Ich versuchte noch, das Trennmittel sauber abzuschleifen: hoffnungslos. Nun bin ich immer zu geizig, Glas wegzuwerfen, aber zu diesem Thema fielen mir nur zwei Möglichkeiten ein: Entweder bekommt Caro diesen Cabochon, oder mein Mülleimer.
Später kam ich dann auf die dritte Möglichkeit: Caros Mülleimer.

So fragte ich leise an: "Magst Du dieses ...öhmmm... haben?"

Ja, sie mochte es. Sehr sogar. Ich war auf dem Perlentreffen letzten Samstag in Arnstorf völlig geplättet, was sie daraus gezaubert hat. Eine Schönheit, groß vom Format her, aber so fein und snsibel in der Farbgestaltung: Ich bin hin und weg.

Das ist, was ich unter Kreativität verstehe: Das unschöne Loch so mit Fransen zu verdecken, dass es aussieht wie gewollt - nicht wie versteckt.

Caro, ich bewundere Deine Arbeit, Dein Farbempfinden, Deine Technik.
Und jetzt schicke ich Dich noch zum "creadienstag".



Donnerstag, 10. September 2015

Korallenfisch


























Für meine Haare ist als Spange wieder ein Korallenfisch entstanden. Da er sich eigentlich in flachen Gewässern aufhält, verstehe ich nicht, warum er so große Augen hat.

So auf dem orangenen Terracotta-Ziegel ist er recht gut getarnt, aber zwischen den grünen Meerespflanzen fällt er ganz schön auf.

In meinen Haaren auch.











Er schwimmt noch zu rums und zu andiva.



Montag, 7. September 2015

Hedis Recy

Montagsmandala (45)

 

































Der Entwurf für mein heutiges Mandala stammt von Hedi Salzberger.

Vom Donnerstag an bis zum Sonntag fädelten wir mit vielen andern zusammen auf dem großen Perlentreffen in Regensburg.

Diese gemeinsamen Tage sind anregend, anstrengend, ergiebig.

Heute habe ich den Tag gebraucht, mich auszuschlafen und wieder zuhause anzukommen, die Gedanken und Erinnerungen zu ordnen, die Nachfreude zu spüren.

Wir waren eine tolle Truppe. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr.



Donnerstag, 27. August 2015

Chosposi - Das Auge des blauen Vogels























 
Noch kann ich sie nicht mit ihnen aufhören, den indianisch anmutenden Amuletten.

Auch der Schatz des Monats August zeigt so eine Schutzkette mit einem Auge im Zentrum, dass die bösen Gedanken zurückspiegelt und dadurch vor ihnen schützt. 

"Chosposi" kommt aus der Sprache der Hopi und bedeutet "Das Auge des blauen Vogels", in diesem Fall des blaugoldenen Vogels.

Das Set besteht aus Kette und Ohrringen.
 































































Der Cabochon in der Mitte und die Perlen im Strang sind an der Flamme handgewickelt, vier der Perlen sind mit Rocailles umhäkelt.

Auch bei den Ohrringen entstanden die kleinen Cabochons an der Flamme.







Chosposi fliegt zu "rums".













Dienstag, 25. August 2015

Sonnenkette

Ursprünglich hatte Caro mir diese Kette im Dezember vergangenen Jahres geschenkt.

Nun hing sie zwischen den anderen gestickten Ketten, die ich in diesem Jahr angefertigt habe und jammerte still vor sich hin: "Warum haben alle anderen so schöne Fransen bekommen, nur ich nicht? Ich komme mir ganz nackt vor. Ich möchte auch so ein schönes Baumelkleid haben."

Ich erzählte Caro vom kleinen Kummer dieser Kette - und sie erlaubte mir, sie noch mit Fransen anzuziehen. Jetzt ist sie ein Werk von uns beiden - und ich bin richtig glücklich mit ihr.

Und was macht Ihr "creadienstags"?

Donnerstag, 20. August 2015

Forelle blau
























Weil ich meine langen Haare weggegeben habe, halten meine vielen Haarstäbe nicht mehr und ich brauche eine Alternative, mir den Pelz aus den Augen zu halten. Keltenmädchen: Schimpf mich nicht aus, bitte, es werden Perücken oder Haarteile daraus gemacht für kranke Menschen. Die Friseurin hat sich gefreut wie ein Bienchen soooo lange (und auch noch graumelierte!) Haare zu bekommen.

Nun habe ich mir als erstes eine Haarspange embroidert - und wie könnte es anders sein: Eigentlich kommen nur Fisch oder Mandala in Frage. Ich habe mit dem Fisch begonnen, aber so einen Rundling könnte ich mir auch gut vorstellen in meiner Mähne.

Das Auge habe ich mir am Brenner selbstgewickelt und mit einer neuen Technik eingefasst, die ich bisher nie benutzt habe.

Nun bin ich gespannt, wie sich die Spange bewähren wird.

Weil das Teil für mich ist, kommt es zu Rums - und weil es ein Fisch ist, zu Andiva, auch wenn sie grade Urlaub macht.

Montag, 17. August 2015

Blaublütig

Montagsmandala (42)





Irgendwie ähneln sie sich in letzter Zeit, meine Mandalas: Entweder ich bewahre sie auf, dann waren es gestickte Perlenamulette - oder ich habe sie schon aufgegessen, wenn ich sie hier zeige.

Diesen Kettenanhänger habe ich heute vormittag gestickt in Vorbereitung auf einen Embroidery-Kurs zusammen mit Caro Rzepka.

Dienstag, 11. August 2015

Onatha - Tochter der Erde

Hier hatte ich ja schon erzählt, dass ich von dieser Art Cabochons mehrere gewickelt habe.
Eines davon habe ich zu der Amulettkette "Onatha" verarbeitet. Onatha ist wieder ein indianischer Name und bedeutet "Tochter der Erde".

Diese Farben erinnerten mich beim Sticken immer wieder an unterirdische Schätze: Edelsteine, Amethyste, Türkise, Gold.

Zur Kette gehört ein Paar Ohrringe: zwei handgewickelte Tropfen, kombiniert mit je einer Herringbone-Perlkappe.
Dieses Element tritt auch in der Verbindung zwischen Kette und Amulett auf.


























Dieses Set ist nicht so groß wie "Aleshanee, die immer spielt", aber dafür alltagstauglich. Wenn ich mit diesen Fransen irgendwo hängenbleibe, reißen sie nicht so schnell wie die an der anderen Amulettkette mit den scharf geschliffenen Swarotropfen am Fransenende.
Wobei ich das natürlich tunlichst vermeiden werde.


Zwei solche Cabochons habe ich immer noch liegen...

Aber heute denke ich über meinen nächsten Schatz des Monats nach.


Und was macht Ihr "creadienstags"?

Montag, 10. August 2015

Verschämt

Montagsmandala (41)

 

Das unverschämt große perlengestickte Amulett versteckt sich verschämt zwischen den Ahornblättern. Es möchte seine Umrisse noch nicht zeigen...

Aber seine Mitte, den handgewickelten Cabochon.

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Donnerstag, 6. August 2015

Aleshanee - Das Amulett der Squaw

Der indianische Name Aleshanee bedeutet "sie spielt immer". Das erschien mir sehr passend für meinen Schatz des Monats Juli, den ich leider erst jetzt vorstelle, weil die Zeit im Juli so schnell weggelaufen ist... Das kommt davon, wenn ich "immer spiele".

Von dieser Sorte Cabochons gibt es eine ganze Reihe, weil sie mir so viel Freude machen am Brenner. Ich dachte auch: Der nächste wird NOCH schöner! Bei dieser Arbeitstechnik wird jedes Glasstück anders, weil zwischen diesen Gläsern Reaktionen stattfinden, die ich nicht voraussehe.

Eines dieser großen Gläser habe ich in der Embroidery-Technik mit Perlen für den Kettenanhänger umstickt, zwei kleine für die Ohrringe.

Dieser Schmuck ist nicht zu übersehen. Wenn ich ihn trage, schaut mir niemand mehr ins Gesicht, weil er alle Blicke auf sich zieht - ein Tarnschmuck sozusagen :-), auch irgendwie in Tarnfarben.



Die Ohrringe sind nicht deckungsgleich gearbeitet.

Erstens werden die Cabochons durch das Wickeln an der Flamme nie identisch, vor allem nicht, wenn ich Reaktionsgläser verwende.

Zweitens mag ich es, wenn Ohrringe zwar eindeutig miteinander verwandt sind - aber keine Zwillingspärchen.



Mein Schatz des Monats darf zu "rums" - rund ums Weib.

Montag, 13. Juli 2015

Der Heilkreis des roten Sonnenhutes

Montagsmandala (38)

...oder das Mandala der Echinacea.


























So sahen sie erst aus, bevor ich ihnen Die Blütenblätter abnahm, um sie für meinen Tee zu trocknen.

Das Zentrum leuchtet in einem warmen changierenden Orange, ich könnte stundenlang dieses Farbspiel betrachten.

Die äußeren Blätter habe ich in meinem Mandala mit ganz anderen Farben kombiniert.




In meiner Stickerei nehme ich das Rosa der Blüte auf, setze aber türkisblaue Akzente hinzu, die den Himmel widerspiegeln.

Dieses Mandala ist wieder eine kostbare Momentaufnahme. An dem Cabochon werde ich weitersticken. Es fehlt noch die Umrandung.

Die Blütenblätter sehen in einigen Stunden verschrumpelt aus, werden aber irgendwann ihre Lebensgeister in einer Tasse Tee entfalten.


Und weil ich wohl den einzigen Sonnenstrahl des Vormittags erwischt habe, bekommt auch Britta eine Momentaufnahme.