Sonntag, 10. Mai 2015

frühlinG

Nun ist diese Frühlingspost-Aktion schon wieder an ihrem Ende angelangt.

Vergangene Woche erreichte mich der letzte Buchstabe, das "G" von Maike aus Hamburg.

Damit ist der Schriftzug jetzt komplett.

Wer mehr über diese Aktion erfahren möchte, kann hier in Frau Müllerins Sammlung nachstöbern.


Dienstag, 5. Mai 2015

Versuchsmurrini

Ich habe mit den Murrini gespielt, die bei mir auf der Arbeitsfläche am Brenner lagen, übriggeblieben von verschiedenen, ausgemusterten Versuchsaktionen. Einige sehen aber doch ganz nett aus auf der Perle - andere gehen garnicht.

Ich wäre gern in der Lage, solche reagierenden Murrini zu wiederholen, deshalb werde ich heute nutzen, mir ein Murrinitagebüchlein anzulegen.

Die Spacer entstehen bei mir nebenher. Wenn ich eine glatte Perle ohne erhabene Nöppchen wickle, kommen zwei kleine Perlchen aus denselben Gläsern mit auf den Dorn. So habe ich immer einen kleinen Vorrat, auf den ich zurückgreifen kann.

Und was macht Ihr "creadienstags"?

Montag, 4. Mai 2015

Grüne Frühlingssonne

Montagsmandala (31)

"Mit Essen spielt man nicht", sagte meine Urgroßmutter immer, wenn ich die Erbsen auf meinem Teller hin und herschob. Ich habe damals schon Muster damit gelegt. Das fiel mir heute ein. Meine Mandalas haben oft etwas mit meinem Essen zu tun, sie landen wenig später auf meinem Teller.

Ich genieße es, mit dem Essen zu spielen, wenn es dadurch nicht verdorben wird, sondern essbar bleibt. Der Schnittlauch ist schon im Quark gelandet, zusammen mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft, etwas süßem roten Paprika und Olivenöl.



Heute nicht wieder als Mandala wie die Suppe vergangener Woche, aber das kann sich ja noch
ergeben.



Heute hat das Mandalalegen so viel Spaß gemacht, weil ich meine neueste, genähte Perlensonne mit dem handgewickelten Glascabochon in der Mitte dabei hatte. Ich habe erst den Schnittlauch auf den Teller gelegt, dann die grüne Sonne darauf. Beim Schnittlauch schneiden fielen mir die abgeregneten Apfelblütenblätter ins Auge, also eine kleine Menge weißer, unzerknitterter Blättchen gesucht, um die grüne Sonne herumgelegt.



Dann hörte ich die Vergissmeinnichts rufen "Vergiß uns nicht!", pflückte einige ihrer Blütenstände - und hörte die gefüllten Traubenhyazinthen grummeln "... und wir? Sind wir Dir nicht schön genug?" Na gut, dann dürft Ihr eben auch noch mitkommen, morgen bei den angedrohten 30°C überlebt Ihr sowieso nicht.


So legte ich Runde um Runde und fühlte mich dabei immer zufriedener. Diese Wirkung haben Mandalas fast immer auf mich, das ist ganz typisch.



Ghislana hat derzeit einjähriges Jubiläum ihrer Mandalas. Wenn sie schreibt, Mandalalegen sei "... ein lieb gewordenes Ritual, das meiner Seele gut tut. Ich lege meine Sehnsucht nach Ruhe, Heil- und Ganzsein hinein und wünsche mir und uns eine "runde Woche". Zu Wochenbeginn ein paar Minuten ganz mit sich im Frieden sein...", dann kann ich das voll und ganz nachvollziehen. Ich möchte diese Gewohnheit nicht mehr missen und mir fehlt etwas, wenn ich mir die Zeit dafür nicht nehme.

Britta hat den Makromontag von Stephanie übernommen. Ich freue mich, dass dieses Projekt weitergeht.


Sonntag, 3. Mai 2015

frühliNg

Das "N" der Frühlingspost erreichte mich von Svantje. Sie hat den Buchstaben mit Stoff aufs Papier genäht, einen getrockneten Krokus hinzugeklebt und eine Blütenbordüre darangezeichnet.

Ich habe mich schon wieder vollkommen daran gewöhnt, jede Woche einen MailArt-Umschlag aus dem Briefkasten zu holen. Schade, dass es kommende Woche der letzte sein wird.


Tabea sammelt die Beiträge zur Frühlingspost.

Donnerstag, 30. April 2015

Ammonit

Mein Schatz des Monats April war ein Geduldsspiel. Stunde um Stunde saß ich da und fädelte Korallenfransen. Aber ich habe es geschafft. Genauso sollte es werden. Nun brauche ich das nie mehr zu tun.

Das Schmuckset ist alles andere als alltagstauglich. Ich hätte viel zu viel Angst, mit den Fransen irgendwo hängenzubleiben, klickklick klick klickklick..., drei Fransen kullern, in einzelne Rocailles aufgedröselt, über das Parkett..., nein, dies ist eines für den seltenen, groooßen Auftritt. Umlegen, still sitzen, reglos genießen.

Nichtsdestotrotz ist Embroidery meine zweitliebste Arbeitstechnik momentan, gleich nach dem Perlenwickeln. Jahrelang habe ich perlengestickte Colliers angehimmelt. Ich habe nicht geahnt, wie einfach mir diese Technik von der Hand geht.

Einiges darf in Zukunft noch verbessert werden: Die Verbindung des schweren Ammoniten mit der Kette durch eine RAW-Verbindung scheint mir zu zierlich - aber, wenn ich mich nicht bewege mit diesem Schmuck, dann wird es schon halten.

Die Kette ist in Herringbone-Technik gefädelt, der Knebel in Peyote. Die Verbindung zwischen den beiden ist zu steif geraten.

Auch die Ohrringe sind zu schwer. Wenn beim Herumtanzen der Kopf zu schnell geschwungen wird, gleitet das Gegenstück vom Dorn und die Ohrringe fliegen kometenhaft durch den Orbit...
Mit wehendem Schweif...








Aber schön finde ich sie. Sie wirken so lebendig, als würden sie gleich loskrabbeln wollen.















































Auch von der Rückseite bin ich begeistert.
Zum ersten Mal sieht sie richtig sauber aus, mit feinstem Ziegenleder - aber keine Angst, ich habe es recycled. Dafür musste jetzt keine Ziege sterben.

Da es meines ist: ab zu Rums damit.

Dienstag, 28. April 2015

Sammlung

Sammlung bedeutet: Meditation. Mich sammeln.
























Wenn ich an der Flamme sitze und Pünktchen für Pünktchen, Nöppchen für Nöppchen auf die Perle auftrage, dann merke ich, wie ich mich konzentriere, in einem Punkt sammle.

























Wenn das nicht klappt, merkt man es der Perle sofort an, dann wird sie unregelmäßig und verliert an Schönheit. Funktioniert es aber, ist es einer meiner glücklichsten Momente, zuzusehen, wie sich aus der Reaktion der Gläser untereinander diese mosaikförmigen Muster ausbilden.



Eine ganz andere Art der Sammlung ist es, 18er Rocailles (das sind die mit einem Durchmesser zwischen 0,8 und 1mm) auf einen Faden Quiltgarn zu fädeln und daraus eine große Perle zu umhäkeln. Auch hier ist Konzentration gefragt, aber eine ganz andere, starrere, nicht so lebendige.

Jetzt überlege ich mir, wie ich die Perlen miteinander zu einem Schmuck-Set kombiniere. Was macht Ihr denn "creadienstags"?

Montag, 27. April 2015

Montags-Mittags-Mandala (30)

Meine Montagsmandalas waren sehr kurzlebig. Vom Teller wanderte das Gemüse in den Topf, um dann auf dem nächsten Teller drapiert zu werden.































Jetzt bin ich satt.

Ist dieses Minimandala in dieser angetrockneten Möhrenscheibe nicht faszinierend?
Da Stephanie heute zum letzten Mal ihren Makromontag macht, schicke ich ihr diese Aufnahme noch in ihre Sammlung.