Mittwoch, 7. Oktober 2015

Badvorleger

Bei Michaelas Mustermittwoch geht es in diesem Monat um Textiles. Da ich grade wieder die Nähmaschine aufgebaut habe -  die momentan ein zugegebenermaßen stieftöchterliches Leben führt und nur ganz selten ans Licht darf - , dachte ich mir, ich motiviere mich mal ein bisschen, indem ich mir etwas Fertiges ansehe: Ein Muster.

Einen Badvorleger als Teppichmuster. Dieses Muster heißt Snail Trail, Schneckenspur.
Viel betreten. Oft diskutiert: Darf man mit nassen Füßen aus der Badewanne kommend auf solch einen Vorleger treten?
Ich darf das. Ich betrachte es als meinen eigenen totalen Luxus. Ich genieße es unendlich, auf selbstgetöpferten Fliesen oder Pflastersteinen zu laufen, auf selbstgenähte Teppiche zu treten, selbstgestalteten Schmuck zu tragen.

Ich bin ein Luxusweib.
Die schmalen Streifen auf der Badewannenverkleidung habe ich auch selbstgetöpfert und alle Fliesen selbst verlegt.

An manchen Tagen muss ich mir einfach ins Gedächtnis rufen, was ich schon alles geschafft habe. nicht dass die Zweifel überhandnehmen.



Dienstag, 6. Oktober 2015

Pflasterstein'

"Ich dachte, es wären sechs Geißelein, dabei sinds lauter Pflasterstein'!"
























An diesen Satz musste ich des öfteren denken. 

Schwer haben sie mir im Magen gelegen, meine Mandalasteine. 

Es war spannend, ob ich - als unerfahrene Hobbytöpferin - den Schwindungsgrad richtig berechnet habe, ob meine Mandalas sich wirklich in die schon verlegten Tonziegel einpassen würden.

Aber jetzt liegen die ersten - und ich bin stolz. Es sieht aus, wie ich es mir erträumt hatte, so, als müsse es so sein.

Wenn alle fertig gebrannt und verlegt sind, werde ich noch die Fugen mit Splitt und Sand auffüllen.

Was macht Ihr am creadienstag?

Montag, 5. Oktober 2015

Ein Kurs im Perlensticken

Montagsmandala (47)

























Vergangenen Samstag war ein ganz besonderer Tag für mich: Caro Rzepka und ich leiteten unser erstes Seminar, um das Kunsthandwerk des Perlenstickens weiter zu verbreiten.

Caro hat die Anleitung geschrieben und das Grunddesign gestaltet, ich brachte handgewickelte Cabochons und Perlen mit ein. Gemeinsam beantworteten wir Fragen und berieten die Teilnehmerinnen zur Farbgestaltung und Perlenzusammenstellung.

Ich war ganz begeistert, was für Schönheiten dabei zustande kamen. Es berührt mich immer ganz besonders, wenn ich sehe, wie andere mit meinen Cabochons arbeiten und wie deren Charakter sich dabei verändert.

Nun habe ich mein Montagsmandala zwar nicht heute gelegt, aber ich kann aus unserem Kurs einige zeigen.


 
Gefallen haben mir alle Arbeiten, leider habe ich nicht von jeder Perlenstickerei ein Foto.
Aber ganz besonders berührt hat mich diese zarte helle Blüte, die so perlmuttschimmernde und warmglänzende Perlen als Einrahmung bekam, dass ich sie am liebsten wieder mit heimgenommen hätte. Das Mandala ist so sauber genäht, die winzigen Perlen sind so exact ausgerichtet, als würde jahrelange Erfahrung in der Embroidery-Technik dahinterstehen.
Ich hatte auch hier schon mit schwarzer Schrift wie auf alle anderen Bilder den Namen geschrieben: Jutta Strauß. Ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, aber ich muss noch lernen, wie ich den Schriftzug auch weiß einsetzen kann. In Schwarz sah er einfach zu grausam aus.

Ich hoffe, dass der Tag für alle Anwesenden so schön war wie für mich. Von unserem Buffet schwärme ich noch, so feine Salate standen auf dem Tisch - und soooo viele!
Herzlichen Dank Euch allen, ganz besonderen Aber Caro Rzepka für ihre Vorbereitung und Barbara Dennerlein für die Organisation.



Mittwoch, 30. September 2015

Rosalia
































Zur Zeit tragen alle meine Ketten Frauennamen, meist indianische, weil mich die großen Stickereien auf den Amuletten in die Prärie entführen. Diese Kette hier eindeutig nicht. Sie ist ein weiterer Versuch, mich mit den Farben Rosa und lila auszusöhnen - der erste, der mir soweit gefällt, dass ich das Set tragen werde, auf einem langen, schwingenden lila Leinenkleid.

Dafür sorgt sicher auch der hohe Anteil an Türkis und Blau, den ich der Rosali(l)a beigegeben habe.

























Mein Schatz des Monats besteht wieder aus einem embroiderten Set, aus Kette und Ohrhängern.

Die Cabochons dafür sind an der Flamme aus fließenden Reaktionsgläsern gewickelt, umstickt wurden sie mit Rocailles und Glasschliffperlen.

An der Makroaufnahme des Cabochons ist gut zu erkennen, wie das Glas in der großen Hitze auflebt und Strukturen bildet an der Glashaut. Das begeistert mich immer wieder, auch wenn andere es für Fehler bei der Herstellung halten und der Meinung sind, Glas bräuchte eine glatte Oberfläche.


Hier noch zwei Detailaufnahmen: die Ohrringe mit ihren grünviolett schimmernden Tropfen und die RAW-genähte Kette mit ihrem asymmetrisch eingesetzten Magnetverschluß.





Da mein Schatz des Monats September wieder nur für mich gedacht ist, verlinke ich mit Rums.

Dienstag, 29. September 2015

Andreas Kette
























Heute möchte ich Euch vorstellen, was Andrea (leider ohne Blog) aus meinen handgewickelten Glasperlen gezaubert hat.
Sie hat sie mit gefädelten Beaded Beads und einer Kupferkette kombiniert und ein leuchtendes, strahlendes Kunstwerk geschaffen.

Meinen Perlen in dieser Form im Herbstlicht wiederzubegegnen - das macht mich glücklich.




Was macht Ihr heute am Creadienstag?



Montag, 28. September 2015

Wenn man Dir Steine in den Weg legt...

Montagsmandala (46)




Wenn man Dir Steine in den Weg legt, dann mal ein Mandala darauf.

Leider liegen sie noch nicht auf dem Weg im Gewächshaus, meine Pflastersteine, aber immerhin sind die ersten fünf gebrannt und warten darauf, eingepasst zu werden.


Ich bin ganz erschrocken: Schon drei Wochen lang habe ich kein Montagsmandala mehr gezeigt. Zuviel war zu erledigen in der wirklichen Welt. Dabei weiß ich genau, dass mir die montägliche Beschäftigung mit meinen Kreisen gut tut.

Sonntag, 27. September 2015

Zwölftelblick im September

Das Maisfeld im Hintergrund ist abgeerntet.

Viele gelbe Blätter hat der Herbstwind schon verweht.
Die ersten kahlen Stellen zeigen sich in der Krone.

Und kalt ist er schon, der Nordostwind, er beißt in die Ohren.

Die Schale neben der Bank ist frisch bepflanzt für den Herbst.




Tabea sammelt alle Zwölftelblicke.