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Sonntag, 28. Oktober 2018

Farben der Lagune

Voller Vorfreude vermerke ich hiermit, dass dieser Post Werbung enthält. Das interessiert aber nur einige, nämlich die Frauen, die am kommenden Wochenende beim Perlentreffen in Immenreuth dabei sein werden.

Eine große Tasche voller fertiger und unfertiger Wuschelketten werde ich im Gepäck haben, zum Beispiel diese hier in den Farben der Lagune, türkis bis tiefblau.



Dort möchte ich Euch zeigen, dass es keine Zauberei ist, Wuschelketten zu häkeln. Man muss nur wissen, wo man einstechen muss.

Wenn Ihr es wissen wollt, klickt auf die Bilder, dann seht Ihr sie größer.

Wer schon ohne Perlen häkeln kann, ist klar im Vorteil - aber das ist kein Muss. Es erfordert ein bisschen Übung, es zu beherrschen. Das ist bei allem so.

Im Wechsel werden eine Runde ohne und eine Runde mit Perlen in festen Maschen gehäkelt.

Man sticht in eine Schlaufe der Vorrunde ein (oberes kleines Bild), umschlingt den Arbeitsfaden und zieht ihn durch (2. Bild), holt wieder den Arbeitsfaden mit dem Häkelhaken und zieht ihn durch beide Schlingen, die auf der Häkelnadel hängen (3. Bild).

Das wird wiederholt, bis die Runde abgeschlossen ist. Dann geht es genau so weiter, nur dass Perlen, die zuvor auf das Häkelgarn gezogen worden sind, an die Arbeit geschoben werden.

Der Häkelhaken greift sich dann das Garn hinter den Perlen (Bild 4). Die Perlen bilden eine Schlaufe und werden mit der festen Masche gehalten.

Dieser Vorgang geschieht, bis zum Beginn der nächsten Runde, die wieder ohne Perlen nur mit festen Maschen gehäkelt wird.

Die Form und Dicke der Kette hängen davon ab, wie viele Perlen auf eine Schlinge gezogen werden und wie viele Schlingen pro Runde gehäkelt werden.




Dieses Detailfoto zeigt den Abschluss der Kette nach einer Runde fester Maschen.

Auf diesem Bild seht Ihr, wie der Abschluss nach einer Runde Schlaufen aussieht.

Wie die großen Perlen in die Kette gelangen, zeige ich Euch in Immenreuth.

Ich bin schon sehr gespannt auf unser Treffen und werde es genießen, dass diese vier Tage nur unseren Perlen gehören werden.
Bis bald!






Mittwoch, 23. Oktober 2013

one of a kind

Mein Finger hat sich erholt - ich kann wieder perlenhäkeln.
Die drei Kugeln zeigen, wie unterschiedlich Perlen wirken je nach der Größe der Rocailles, mit denen man sie umhüllt. Mir persönlich gefällt grade die feinste Kugel mit den kleinsten Rocs am besten, obwohl die rechte den Blick stärker anzieht.

Die linke Innenkugel hat einen Durchmesser von 14 mm und wurde mit 18er Rocailles umhäkelt. Da ich bisher nirgends Zählmuster für 18er gefunden habe, hier die Vorgabe: 5-10-15-20-25-30-7x33-30-25-20-15-10-5. Das gilt für die gezeigt blaue Kugel. Da die tschechischen 18er starken Schwankungen unterliegen, musste ich für eine türkise Perle derselben Größe statt der 7x33 nur eine 6x32 verwenden. Es macht also wenig Sinn, die Rocailles zuvor nach dieser Methode mit Papierschnipseln dazwischen aufzureihen.

Die mittlere und die rechte Kugel enthalten 12 mm Innenleben. Die mittlere Perle ist mit 15er Miyuki-Rocs 5-10-15-20-5x25-20-15-10-5 umhäkelt, die rechte mit 12er 5-10-15-20-4x22-20-15-10-5.

Die Perlen sind für eine Kette gedacht, in der jedes Element nur einmal vorkommen wird... Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Donnerstag, 12. September 2013

Tropfen häkeln

Bei unserem letzten Perlentreffen habe ich auch Tropfen umhäkelt und zu einem Paar Ohrringe montiert.
 
Als Tropfen habe ich zwei von diesen hier verwendet. Da sie nicht ganz genau gleich sind, habe ich kein so richtiges Abnahmeschema zum Nachzählen. 
 
Den Anfang mache ich wie bei der Kugel: 5-10-15-20- usw. mit festen Maschen, bis ich den richtigen Umfang habe. Bisher habe ich keine Mustertropfen angefertigt , sondern immer aus einfarbigen oder Mischungen aufgehäkelt. 
 
Der Tropfen liegt immer zur "Anprobe" dabei. Dann häkle ich den Bauch gerade hoch, bis er die dickste Stelle überschritten hat und nehme nun bei sehr schlanken Tropfen wie meinen selbergewickelten auf dem Foto 2 Perlen in der Runde ab, bei etwas dickeren 3 Perlen pro Runde. Danach wird zwei Runden lang nichts abgenommen. 
 
Jetzt setze ich den Tropfen ein - wenn nötig, mit zarter Gewalt - und nehme je nach Bedarf wieder zwei bzw. drei Perlen ab, eine Runde nicht, dann wieder, je nach Bedarf. Nun sitzt der Tropfen ja drin und ich häkle immer rundrum, dass es eng sitzt. 
 
Zum Schluß nehme ich die letzten 10 Perlen auf 5 Perlen zusammen wie beim Kugelende und häkle die letzten Maschen mit Kettmaschen ab.
 
Tja, mehr weiß ich auch nicht drüber. Wenn ich mir ein Muster machen wollte, würde ich auch zuerst einfarbig häkeln, dann auszählen und erst dann das Muster zeichnen, wenn ich genau weiß, wieviele Perlen ich benötige.
Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Donnerstag, 4. Juli 2013

Rote Echsenhaut

Nun, eigentlich sollte sie ja der Schatz des Monats Juni werden, die rote Echsenhaut. Aber ich habe mich diesmal mit dem Magnetverschluß so schwergetan, dass ich mehrere Anläufe brauchte. Daher die Verspätung: Gilt sie jetzt noch als der Schatz des Monats Juni?

Die Kette ist gehäkelt mit 8 15er Rocailles im Umfang, pointiert mit einzelnen 11er Rocs, in unterschiedlichen Streifen-, Zickzack- und Rautenmustern.

Die Hauptfarbe ist Burgundy goldlustert, sie ist mit der Kamera nicht einzufangen. Als Kombinationen habe ich verschiedene Gold- und Bronzetöne und ein Topaz hinzugenommen.
Was ich mir unbedingt merken muss: Nein, der Verschluß kann nicht mit dem Häkelgarn angenäht werden. Das funktioniert auch beim 15. Mal nicht.

Es ist absolut notwendig, das mit einem transparenten Anglergarn zu machen, z. B. mit einer kristallenen Fireline.

Die muss erst ordentlich angenäht werden, am besten mit Hexenstichen durch die Perlen hindurch, drei oder vier Reihen hoch.

Dann komme ich aus der letzten (am Ende, der ersten am Anfang, jedenfalls durch die höchststehende) Perle (P1) heraus, nehme drei Perlen auf und fädle Herringbone durch die folgende Perle (am Ende in Häkelrichtung, am Anfang entgegengesetzt). Jetzt versteche ich den Faden über drei Häkelreihen und zurück. P1 ist sowohl die letzte Häkel- als auch die erste Herringboneperle.

Bevor ich weiternähe, kommt erstmal der Magnetverschluß dran. Den vernähe ich über drei bis fünf Häkelreihen. Der Faden wird mindestens sechsmal durch die Verschlußöse genäht und immer durch andere Rocailles geführt beim Wenden. Ich komme aus der Roc neben der Einstichperle heraus.

Nun nehme ich 4 Perlen auf die Nadel, fädle durch drei Häkelreihen, komme aus der folgenden Perle hoch. Das wiederhole ich noch zweimal (bei 8P/U, bei 10P/U noch dreimal) und komme wieder hoch durch P1 und die folgende. Bisher habe ich alles in Burgundy ausgeführt, jetzt fädele ich eine Runde bronzefarbene Rocailles in Herringbone, indem ich durch beide roten Herringbonereihen fädele. Danach kommt wieder eine rote Runde durch die bronzene und die darunterliegende rote hindurch.

Ab jetzt habe ich nur noch mit den bronzenen Rocs gearbeitet. Ich komme hoch, nehme zwei Rocs auf, steche durch die rote und bronzene der beiden letzten Runden, nehme eine bronzene auf und führe den Faden wieder durch die bronzene und die rote nach oben. In der letzten Runde setze ich nur eine Roc zwischen die beiden der Vorrunde, führe den Faden durch fünf Perlen: die bronzene der Vorreihe, die rote, die bronzene eingefügte, die nächste rote und die nächste bronzene.

Nur noch den Faden ordentlich unsichtbar verknoten und verstechen - fertig.

Wer nicht sowohl Perlenhäkeln als auch Herringbonefädeln kann, braucht diese Anleitung nicht zu verstehen. Ich habe sie mir hauptsächlich deswegen aufgeschrieben, weil ich jedesmal von Neuem das Tüfteln anfange, wiewardasnurwiegingdenndas???...
Und wer alles versteht, darf es gerne benutzen. Ich freue mich über jede Rückmeldung.

Montag, 17. Dezember 2012

Adventskalender 17. Dezember


Zur Abwechslung zu den handgewickelten Perlen (wird Euch schon langweilig?) zeige heute einen gehäkelten Tannenzapfen.

Wie solche Kugeln bzw. Oliven angefertigt werden, könnt Ihr am besten auf der Seite www.perlenhaekeln.de lernen.

Zuerst werden die Perlen in einer genau festgelegten Reihenfolge auf das Häkelgarn der Stärke 80 aufgezogen, in meinem Fall sind es Miyuki-Perlen der Größe 15. 
Hier ist der Hersteller wichtig, denn die 15er Rocailles der Firma Toho sind geringfügig höher, dann ist der Rohling mit seinen 42x12mm Größe zu kurz.

Zum Aufziehen braucht man ein Zählmuster. Für Oliven erstelle ich die Schemata mit der Software DBBead, dessen Nachfolger kostenlos von der genannten Internetseite zur Verfügung gestellt wird.
Ich beginne oben rechts mit dem Fädeln. Die grüne Farbe im Zählmuster entspricht dem Dunkelbraun der gezeigten Olive, die rote dem Rotbraun, die violette dem Grün und die gelbe dem Weiß.
Die weißen Felder bedeuten nichts, ich ignoriere sie einfach.
Ich fange oben rechts an und arbeite mich nach unten links Zeile für Zeile durch. Ich beginne also mit 15 rotbraunen Rocailles (5 für die erste, 10 für die zweite Zeile), dann folgen fünfmal eine dunkelbraune, zwei rotbraune (für die dritte Zeile), bis ich unten angelangt wieder mit 15 rotbraunen für die beiden letzten Zeilen aufhöre.
Jede Zeile entspricht einer gehäkelten Runde. Ich häkle also – mit einer 0,75mm-Häkelnadel - von links unten beginnend in der ersten Runde 5 Perlen, in der zweiten 10, der dritten 15 und so weiter...
Ich folge jeder Zeile von links nach rechts, bis ich oben rechts wieder angelangt bin.
Bevor die Runden wieder kürzer werden, setze ich die Holzolive als Füllung ein und nehme eine kleinere Häkelnadel für das letzte Stück (0,55mm), da sich sonst bei mir Löcher in die Zapfen schleichen.

Zuletzt den Faden sauber verstechen, :-) drapieren, fotografieren und glücklich sein.

Samstag, 1. Dezember 2012

Weihnachtsglöckchen

Dieses Jahr ist wohl das Jahr der Adventskalender.
Türchen zu öffnen und Überraschungen zu entdecken macht mir solchen Spaß...
Und da man dafür etwas tun muss, habe ich auch etwas vorbereitet:

1. Türchen beim Adventskalender vom Perlenhäkelforum


Hier findet Ihr die Fädelanleitung für dieses Weihnachtsglöckchen.

In diesem Jahr ist der Schwerpunkt dieses Kalenders "Rätseln und Gewinnen" - ich hoffe, Ihr müsst nicht allzuviel rätseln, um Euch selbst so ein Glöckchen fädeln zu können.

Ich wünsche Euch eine ruhige, besinnliche Adventszeit - voller froher Überraschungen.

Dienstag, 14. August 2012

Im Vergleich...










...erstaunen mich meine Gläser immer wieder.

Ich hatte die Kombinationen Elfenbein-Türkis und Kupfergrün-Mosaik-Anis auf dem Tisch und habe zwei identische Perlen aufgebaut - na gut, so identisch ich es eben hinbringe. Nur durch die Reaktionen der Gläser untereinander entstehen so unterschiedliche Erscheinungsbilder.

Auf die Grundfarbe (Kupfergrün bzw. Türkis) werden Punkte (Mosaikgrün bzw. Elfenbein) in 3er- oder 5er-Gruppen gesetzt, auf jeden Dot noch einen kleinen (Anis bzw. Türkis).

Nun wird das Ganze nur noch ordentlich durchgeheizt und gestaunt, was sich da tut in dem glühenden Glas.

Das ist schon alles.

Gemeinsam verarbeiten kann ich diese Perlen nicht, aber das ist ja nicht nötig. 

Donnerstag, 9. August 2012

Ich habe einen Plan

Heute habe ich mir die gutmütigsten Glasstangen herausgesucht und überlegt, was ich Dir zutraue, wenn Du zum ersten Mal vor der Flamme sitzen wirst.



Natürlich Spacer, aber die sind für Dich keine Herausforderung. Punkte und Ringe würde ich Dir zeigen - und Augenperlen.

Augen waren mein erster Wunsch, was ich probiert haben möchte in meinem ersten Kurs damals.

Die bringen Glück.

Dann würde ich Dich noch eine kleine, einfache Blüte versuchen lassen.

Elfenbein und Türkis reagieren miteinander: Sie bilden eine dunkle Linie aus, wo sie sich berühren. Je heißer die Perle wird und je länger diese Hitze andauert, umso stärker wird die Reaktion, bis sich das helle Elfenbein mit dunklen Schlieren überzieht.

Für meinen Geschmack war die rechte Perle schon etwas lange im Feuer.

Wie ich Hohlperlen wie die beiden im Hintergrund wickle, zeige ich Dir gerne. Aber obwohl ich bestimmt schon 100 gedreht habe, ist mir die eine wieder aus der Form gelaufen. Dieses Glas ist zwar gutmütig, aber sehr weich. Es macht, was es will, wenn ich nicht jeden Moment aufpasse. Sobald eine Stelle heißer wird, bläst sie sich auf - hmmpf. Hier wird die Wand dünner und neigt zum Aufplatzen. Das ist nix für Anfänger.

Für diesen Haufen habe ich 75 Minuten zum Wickeln gebraucht.
Dann ruhen die Perlen einzwei Stündchen im Vermiculit - Zeit, um Tee zu trinken, übers Stricken, Perlenhäkeln, Kettenfädeln zu schwatzen, Pläne zu schmieden und Kuchen zu essen.

Nun werden sie im Wasserglas eingeweicht, von den Edelstahldornen gezogen und gereinigt. Die Reste des Trennmittels werden mit der Diamantfeile ausgeschliffen - fertig.

Ist das ein guter Plan?

Wenn Du Dich vorbereiten möchtest, nimmst Du Dir zwei Rouladenstäbchen, in jede Hand eines. Du spießt am Ende eine Kirsche auf (oder ein Stück Käse oder was auch immer Du im Kühlschrank hast) und drehst die Spieße zwischen den Fingern, als würdest Du den Dorn in die Flamme halten, möglichst gleichmäßig, vorwärts und rückwärts. Dabei bleibt die Kirsche in der Luft immer an derselben Stelle.
Das versuchst Du mit der Handfläche nach unten, wie bei Stricknadeln, und mit der Handfläche nach oben, wie Du einen Bleistift hältst.
Das Schwierige ist das Umgreifen von einer Position in die andere, ohne dass sich die Kirsche von der Stelle bewegt - aber das muss man nicht beim ersten Versuch können.

Alles klar?

Montag, 2. Juli 2012

Das Kugelhäkeln

...beginnt für mich bereits beim Rocailles auf das Häkelgarn auffädeln.

Am Samstag beim Nieder- und Oberbayrischen Perlentreffen in Bergen haben sich die Fädelmädel gewundert, was die Papierschnipsel auf dem Faden verloren haben. Gerade bei einfarbigen Kugeln ist es wichtig, den Rundenwechsel nicht zu verpassen, sonst beult die fertige umhäkelte Perle aus. Also fädle ich nach jeder Runde, also beispielsweise nach 15 Rocs, nach 20, nach 25... usw., einen kleinen Papierschnipsel ein, den ich während des Häkelns leicht herausreißen und entsorgen kann.

Beim Farbwechsel auf dem Garn beginnt eine neue Kugel.

Zum Anfang häkle ich eine Runde Luftmaschen ohne Perlen, dann nur noch feste Maschen. Für 15er Rocailles verwende ich 80er Baumwollhäkelgarn (Taschentuchgarn) oder Quiltgarn von Valdani (z.B. von Quilt&Textilkunst) - hier gerne wie auf dem Foto mehrfarbiges, das durch die Rocs durchschimmert und die Häkelkugeln lebendiger wirken läßt, allerdings auch unruhiger und unregelmäßiger. Ich beginne mit einer 0,75mm-Häkelnadel und wechsle in der letzten Bauchrunde, also der Runde, bevor ich mit dem Abnehmen anfange, auf eine 0,55mm-Nadel, weil mir sonst des öfteren an den Abnahmestellen Rocs im Gewebe versinken.

Um eine 12mm-Kugel wie auf dem Bild zu umhäkeln, fädele ich also:
5r (Rocs), 10r, p (Papierschnipsel), 15r, p, 20r, p, 25r, p, 27r, 27r, 27r (hier brauch ich keine Schnipsel dazwischen, weil sich nichts ändert), p (hier wechsle ich die Häkelnadel), 27r, p, 25r, p (hier setze ich die Holzkugel ein), 20r, p, 15r, p, 10r, 5r.

Viel Erfolg beim Häkeln!
Übrigens: Wenn Ihr Kugeln umhäkeln könnt, bekommt Ihr im Perlenhäkelforum ein Krönchen aufgesetzt.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Orientalischer Herbst in kupferbunt

Nun habe ich die Kette Orientalischer Herbst noch einmal in bunt mit einem umlaufenden kupferfarbenen Streifen gehäkelt, vor allem, um das Muster zu überprüfen.
Da alles zu meiner Zufriedenheit geklappt hat, veröffentliche ich es jetzt auch hier.

Gefädelt werden 15er Rocailles immer von rechts oben nach links unten, gehäkelt entsprechend von links unten nach rechts oben. Die Farben stellen nicht die wirklich verwendeten Farben dar, die Schemata sind aus Screenshots vom dbb-Programm entstanden.

Die Kette beginnt mit dem Anfang einer Kugel: 5-10-15-17 Perlen pro Runde. Dann erst beginnt das Zählmuster. Nach sieben gehäkelten Reihen befestige ich das Verschlußteil, also in diesem Fall die Schlinge, mit Hilfe einer kleinen Holzperle, die im Inneren der Kette verschwindet.

Bevor das Ende wieder wie eine halbe Kugel gehäkelt wird, fülle ich die Häkelkette mit einem Stück 4mm dicken Siliconschlauch und füge das zweite Verschlußstück hinzu.

Diese Perle ist ein Übungsstück mit meinen allerersten eigenen Murrini: weiße Streifen schweben um einen roten Punkt herum. Sie wurde - selbstverständlich - nicht, wie ich sie wollte, deswegen musste sie ein Jahr lang in einer Ecke schmollen.

Das Rot war nicht rot geblieben, sondern hatte einen bräunlichen Kupferton angenommen, der mich erst jetzt, in diesem Zusammenhang, überzeugt.









Nach dem Häkeln des Anfangs beginnt das Muster mit 15 blauen Perlen.

Lasst Euch nicht davon verunsichern, dass die Reihen nicht bis zum Ende gefüllt sind. Das Wichtige ist, dass die Zählmuster immer mit einer langen Reihe aus x Perlen, einer braunen, einer gelben, einer braunen anfangen und mit drei braunen Perlen enden. Dann fügen sich die Muster ineinander. 

x ist die Perlenanzahl im Umfang minus 2.


Die Schemata sind in der Reihenfolge dargestellt, wie sie am Ende in der Kette zusammenhängen. Gefädelt wird von rechts oben her nach links unten, gehäkelt von links unten nach rechts oben.
Wer nicht die ganze Kette in einem Stück auffädeln möchte, kann sie sich in Abschnitte unterteilen, z.B. die vier untersten Felder zuerst aufreihen, zuerst das Feld mit 20 P/Runde, zuletzt das unterste mit 17 P/Runde.

Danach werden in gleicher Weise die folgenden Abschnitte gearbeitet: Jeweils drei oder vier Blöcke von oben nach unten gefädelt und direkt an das vorherige Stück angesetzt.

Viel Erfolg!