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Freitag, 18. August 2017

Sonnenpost nach Müllerin Art
































In dieser Woche erhielt ich Sommerpost von Michela Müller, einer der Initiatorinnen der Mail Art.

Ihr Stoffflicken ist aufgebaut wie eine Serviette. Mir gefällt, dass der Rand über eine echte Nahtzugabe verfügt, dass ich also den Stoff ringsum einnähen kann, ohne dass mir Musterung verlorengeht.

So kommen die vielen Sonnen am besten zur Wirkung.

Besonders erfreut hat mich ein winziges Detail: Ein Fischlein á la Müllerin Art.

Auch das Auspacken hat mir großen Spaß gemacht. Die Sonne zog sich über alle Teile: Briefumschlag, Karte, Banderole.

Selbst das Seidenpapier war blau, wie der Sommer...



Dienstag, 8. August 2017

Sonnendruck Mail Art - mein Beitrag














































 
Für meine Sonnendruckstoffe schnitt ich mir eine lange Schablone für jeweils drei Stoffflicken: Zwei mit Vögeln, einen mit Blüte.

Das Motiv, das dunkler erscheinen sollte, habe ich aus dicker Plastikfolie ausgeschnitten.

Den Rand habe ich so gestaltet, dass der Stoff entweder ganz genutzt werden kann oder aber Nahtzugaben an den Rändern wegfallen können, ohne dass das Hauptmotiv beeinträchtigt wird.

Da Sylvia auch an dieser Aktion teilnimmt, verbrachten wir einen heißen, sonnigen Tag auf unserer Terrasse und belichteten Baumwollstoffe.

Dafür haben wir die Stoffe ganz in verdünnte Stoffmalfarbe eingetaucht, da der Auftrag weder mit Sprühflasche noch mit Pinsel uns wirklich überzeugt hat.

Trotzdem ist jede Partie unterschiedlich dunkel geworden.

Um sicher zu gehen, dass die überschüssige Farbe aus dem Stoff geht und sich nicht erst später aus einem fertiggestellten Werkstück verabschiedet, habe ich die Stoffe vorgewaschen. Dabei erhielten sie ihren "vintage"-Look.

Nebst einer blau gestempelten Begleitkarte und natürlich mit blauen Stempeln versehenen Briefumschlägen haben sich die Flicken am vergangenen Donnerstag auf den Weg gemacht - und sind hoffentlich alle schon angekommen.

Im "Post-Kunst-Werk" werden die Mail-Art-Beiträge gesammelt.




Freitag, 21. Juli 2017

Shibori

Meine größte Freude in dieser Woche war die Vorbereitung unserer alljährlichen Reise ins Allgäu. Die nächste Stoffspielerei steht uns bevor: Shibori.


Dafür habe ich einige Stoffschnipsel vorbereitet. Noch ist nichts zu sehen außer der Abbindestruktur, aber nach dem Färben sollen sich bestimmte, geplante Muster ergeben.

Drückt mir die Daumen!
 

Mittwoch, 19. Juli 2017

Rosen über Rosen



Momentan ist mein Leben sehr stofflastig.

Am vergangenen Wochenende traf sich unsere Quiltgruppe bei mir im Garten. Wir haben Stoffe mit Procion MX-Farben eingefärbt, gedruckt und gestempelt.

Jede von uns hat ihre Stempel, Schablonen, Siebe und Farben beigesteuert, wir wollten uns einfach treiben lassen und sehen, was für Ideen dabei zustande kommen.

Gabi hatte ein Sieb mit Rosen in ihrem Fundus, in das ich mich sofort verliebt habe. Ich habe einige Flicken in Rottönen und in Grün bedruckt.

Auf dem oberen Bild ist auf einem älteren mit Procion gefärbten Stoff diese Rose mit Bleichmittel aufgedruckt. Direkt nach dem Siebdruckverfahren sah man sie nur wie mit Wasser etwas dunkler als den Hintergrund, dann in der Sonne schlug die Helligkeit durch, aber ganz hell wurde das Bild erst beim Bügeln mit Wasserdampf.

Hier links sieht man einen Holzstempel von Evi, mit angedickter Procion-Farbe gestempelt.

Passende marmorierte Stoffe haben wir in Plastiktüten gleich mitgefärbt.

Solche gemeinsamen Aktionen mag ich sehr.







Donnerstag, 29. Juni 2017

Blau machen

Bei der Sommerpostaktion von Michaela und Tabea geht es um Stoffe, die mit einer Sonnentechnik gefärbt werden. Um mich damit vertraut zu machen, habe ich den letzten heißen Tag genutzt.






















Auf den Terrassentisch legte ich eine große Plastikfolie. Darauf strich ich ein Stück nassen weißen Baumwollstoff glatt. Den sprühte ich mit Textilfarbe ein und deckte ihn mit einer Schablone, die nach einem Entwurf aus dem Buch "Studio Sewing and Design" von Alabama Chanin geschnitten wurde, ab.
























Da die Schablone schon mehrfach genutzt wurde, ist sie um die offenen Felder herum nicht mehr transparent.

Es funktioniert tatsächlich: Nach etwa einer Stunde waren die offenen Flächen abgetrocknet. Beim Abnehmen der Folie zeichnete sich das Muster deutlich ab, wo die Folie direkt auflag. Wo sie sich etwas abgehoben hatte, verschwammen die Konturen.

Auch das Muster der Rückseite ergibt eine interessante Struktur. Diesen Stoff kann man sehr gut in lebendige Patchwork einbinden.





Michaela und Tabea sammeln schon jetzt alle Berichte über den blauen Sonnendruck.


Donnerstag, 24. Juli 2014

Vernal Equinox

ist der Name dieses wundervollen Tuch-Entwurfes, der bei ravelry zur freien Verfügung steht.
Dafür habe ich alle meine Reste an Sockenwolle, die ich mit roten Zwiebelschalen gefärbt hatte, zusammengesucht und nach Farbintensität geordnet. 85g namenlose 4mm-Perlen sind zusätzlich von mir im Muster versteckt worden. Dadurch bekommt das Tuch einen schönen, schweren Fall - und die Perlen bringen das Muster zur Geltung.
Das gebe ich bestimmt nicht her, also ab damit zu "Rums"!

Dienstag, 17. Juni 2014

Coppershiny Seaweed


 

Bei manchen Farben kommen mir einfach nur englische Lautmalereien in den Kopf, von denen ich nicht mal genau weiß, ob sie Sinn machen.
So erging es mir, als ich diese Woche Farbe über den grauen Gotland-Kammzug geschüttet habe - und mir kurz darauf diese Hohlperle in die Finger fiel.

Heute werde ich sie (die Wolle, nicht die Perle!) auf Reisen schicken. Und was macht Ihr am "creadienstag"?

Donnerstag, 15. Mai 2014

Schlammtaucher

ist der Name dieser Jacke. Als ich die Wolle dafür einfärbte mit Sewo-Farben, sah ich einen Dokumentarfilm nebenher im Fernsehen, bei dem es um Schlammtaucher ging. Diese Frösche entwickeln unter Umständen genau diese Farben - ich war begeistert!

Als ich dann noch diese Jacke bei Liane Schommertz entdeckte, war es um mich geschehen. Ich brauchte unbedingt einen solchen Schlammtaucher!


Allerdings wußte ich nicht, worauf ich mich da einließ, obwohl ich zur Vorbereitung und zum Technik-Ausprobieren schon diesen Mantel gestrickt hatte.

Das war 2008. Seitdem strickte ich mit Unterbrechungen an der Jacke, färbte immer mal Wolle nach, weil sie viel mehr fraß als ich dachte.

Diese Stricktechnik - Patchwork mit verkürzten Reihen - habe ich hiermit zum zweiten und letzten Mal gemacht.
Es werden unendlich viele Enden verwebt. Die gute, langfädige Wolle (250m am Stück) wird in kürzeste Stückchen zerschnippelt. Es wird unmöglich sein, die Jacke aufzuräufeln und die Wolle wiederzuverwenden.

Eigentlich ist das ja das Prinzip des Patchworks. Auch da werden Stoffe in kleinste Fitzelchens geschnitten, anders wieder zusammengenäht. Unmassen des guten Stoffes verschwinden in den Nahtzugaben.Trotzdem mache ich das immer wieder.

























Das war mein derzeit längstes und umfangreichstes Ufo. Damit ist meine Stricktasche gut leer geworden.

An begonnenen Projekten gibt es nur noch zwei Paar Strümpfe - aber das darf sein, die greife ich mir, wenn ich Zug oder S-Bahn fahre.




















So: Juhuuu!

Jetzt darf ich endlich meinen Erinnerungsponcho stricken.

Und ab mit der Jacke zu RUMS!

Donnerstag, 1. Mai 2014

Zwiebelzopf

...ist der Name dieser Jacke. Die Wolle ist mit Zwiebelschalen gefärbt, die gelben Schattierungen mit gelber Schale, die grünen mit roter.

Das Foto zeigt die Färbungen auf Sockenwolle: Zwiebelschale ergibt ungeheuer intensive leuchtende Farbtöne - und Sonja, mein Pommelchen, das mir mal eine liebe Frau geschenkt hat. Es passt auch heute noch auf meine Stricksachen auf.



Die Jacke wurde in Patchworktechnik gestrickt, Zopffläche für Zopffläche. Wenn eine Partie beendet war, nahm ich seitlich mit dunkelgrün gefärbter Wolle Maschen auf, strickte hin und her, nahm neue Maschen auf für den nächsten Zopf, strickte den bis hoch undsoweiter.

Diese Technik ist mir einmal in der S-Bahn nach München begegnet - ich war ganz fasziniert von dem Teil, das diese Frau dort strickte.

Damals - 2008 - war das Patchworkstricken noch nicht verbreitet, jedenfalls noch nicht auf unserem Dorf.

Eigentlich hatte ich gehofft, heute mein Ufo zeigen zu können, von dem ich schon vergangene Woche berichtet habe - aber das weigert sich hartnäckig, sich fertigstellen zu lassen. Ich dachte es bald soweit zu haben, steckte es in die Waschmaschine - und beim Trocknen stellte sich heraus, dass die vordere Passe innen (aus anderer Wolle unbekannter Herkunft und Zusammensetzung) sich nicht dehnt! Also darf ich wieder die Blenden abräufeln, die Innenpasse verlängern, neu zusammennähen, Blenden neu stricken...... Phhhhh!

Also ab zu "Rums" mit dem Zwiebelzöpfchen!
Habt einen schönen Maifeiertag!



Freitag, 25. April 2014

Erste Kammzugfärbungen

Mir hat es in den Wochen vor Ostern in den Fingern gekribbelt nach Farbe, besonders nach GRÜN. Also habe ich mich erstmal herangetastet. Auf dem Dachboden fand ich glänzende, dunkelgraue Kammzüge aus argentinischer Wolle, die ich farblich so scheußlich fand, dass ich sie zum Probieren hernahm. Als sie mit grüner Sewo-Farbe vollgesaugt waren, fand ich sie einfach nur noch schön. Sie hatten sich so komplett verwandelt zu einem tiefen Grün - wie im Märchen. Diesen Strang habe ich gleich angesponnen.
Damit das Strickgarn nicht gar so eintönig wird, habe ich einen helleren Grauton Gotlandwolle - unten im Bild - und wollweiße Shetland - oben im Bild - mit dem Farbsud überschüttet, diesmal mit gelben und blauen Abstufungen darin. Allerdings hatte ich mich verschätzt, diese Wolle ist wesentlich dunkler geworden als erwartet und bildet nicht den gewollten Kontrast zu der dunkelgrünen. Farblich ist nicht mehr zu unterscheiden, welches die graue und welches die weiße Wolle war.


Daher habe ich am nächsten Tag noch einen Strang schneeweißer Falklandwolle - obere Bildmitte - gebuntet. Dafür habe ich wenige Krümelchen des Sewopulvers aus Gelb, Terra und Grün (aus Türkis und Zitrone) in Essigwasser aufgelöst. Auch diese dünnen Farben ergaben eine erstaunliche Intensität. Ich freue mich schon aufs Spinnen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen Traumvogel: grüner Untergrund mit bunten Federn...