Mittwoch, 8. Oktober 2014

Gewachsen

ist mein Skizzenbuch.

Es macht mir solchen Spaß, dass ich mehr Zeit mit den Stiften verbringe, als meinem Haushalt gut tut.

Phaszinierend: Man meditiert so vor sich hin, füllt eine kleine Fäche nach der anderen - und irgendwann sieht man: Diese Seite ist jetzt fertig.

Und mit seinen 48 Seiten stellt mir das Heft noch viele Stunden der Ruhe und Sammlung zur Verfügung.

Vielen Dank, Michaela Müllerin, für Deinen Mustermittwoch!


Montag, 6. Oktober 2014

Montagsmandala (1)

Seit einiger Zeit verfolge ich Babajeza und Ghislana, wie sie montags, zum bei mir meist hektischen Wochenstart, ihre aus Naturmaterial gelegten Mandalas vorstellen. Leider hat Babajeza nun aufgehört damit. Sie wollte es ein Jahr lang machen, das ist um.

Am langen Wochenende waren wir wandern.

Unterwegs begegneten wir diesem Tisch, auf dem die letzten Rastenden ihr Bild hinterlassen hatten.
Es erinnerte mich sofort an die Montagsmandalas und an meine guten Vorsätze, die Woche bewußt langsam zu beginnen.

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als aus dem, was ich im Garten finde, ein Mandala zu legen. Soll ich Babajezas Aufhören zum Anlass nehmen, selbst Montagsmandalas zu legen, zu nähen, zu zeichnen?
















































Die Gegend um den Walchensee ist märchenhaft.

Zwischen dem Herzogstand und dem Jochberg schwappte der Nebel ins Tal und löste sich über dem See auf. Dabei wehte ein so starker Wind, dass sich die Wellen wie am Meer überschlugen.

Das Herbstlicht tauchte alles in warme Farben und verzauberte den Wald.

Wie ist es möglich, dass sich genau auf die weißen Ringe so ein Schattenfeld legt, dass die Markierung wirkt wie ein Kunstwerk?

Und wieso fällt der einzige Lichtfleck weit und breit genau auf die Steinsäule?

Das Herbstlicht verzaubert alles.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

Oktoberblätter

Die Frau Müllerin hat vergangene Woche schon das Musterthema für den Oktober bekanntgegeben: Blätter.

Da habe ich beschlossen, mich wenigstens einen Monat lang an ihrem Mustermittwoch zu beteiligen, also Blätter zu suchen, zeichnen, nähen, töpfern - was mir so einfällt.

Bei der Gelegenheit habe ich gleich ein Skizzenbüchlein eingeweiht. Es heißt jetzt: Mittwochsmuster für Michaela.

Heute hat sie eine Anleitung veröffentlicht, wie man selbst Musterbögen entwickeln und drucken kann - hochinteressant. Blattfische - nicht zu verwechseln mit den Plattfischen, obwohl so eine breite Flunder sicher auch einen wunderbaren Untergrund abgäbe...

Eben finde ich Annettes Herbstblätter, gerade veröffentlicht, und muss grinsen: Da hat wohl auch das Zentanglefieber zugeschlagen. Blätter auszuschneiden und als Dekoration weiterzuverwenden ist eine feine Idee...

Habt alle einen schönen, goldenen Oktober!

Montag, 29. September 2014

Rote Schlange im Advent

Nein, keine Angst, es ist noch nicht ganz soweit - obwohl ich schon anfange, mir um die diesjährigen Adventskalender Gedanken zu machen.
Heute geht es um den Adventskalender des vergangenen Jahres. Iris sendete mir ein Foto von der roten Adventsschlange, die ich ihr aufgefädelt hatte, verteilt auf sechs Tagetütchen - Das hatte sie sich gewünscht. Nun hat sie sie fertig gehäkelt und trägt sie stolz spazieren.

Auch ich bin ganz glücklich darüber: Sie wurde Dreimeterzwanzig lang. Ich hatte sie aus dem Kopf heraus gefädelt, ohne mir die Muster vorher aufzuzeichnen.Trotz meiner Bedenken fand Iris keinen Fädelfehler.
Momentan häkle ich wieder an einer solchen langen Schlange - und musste das Muster schon dreimal korrigieren, weil sich beim Perlenaufziehen Denkfehler eingeschlichen hatten. Beim Perlenfädeln muss man ständig aufpassen, dagegen ist das Abhäkeln eine meditative Tätigkeit, in der ich regelrecht versinken kann und beobachten, wie sich die Muster entwickeln.

Lasst es Euch gut gehen heute - ich verschwinde mal wieder hinter meiner Häkelnadel...

PS: ...und da ich heute weiterhäkle, schicke ich Euch mal zum "creadienstag".

Samstag, 27. September 2014

Zwölftelblick im September



Das Grün auf dem Feld leuchtet wieder satt. Die Baumsilhouette wird durchscheinend.

Die linke Eberesche musste angebunden werden, ihre Früchte sind zu schwer.

Wenn morgens der Nebel aufgestiegen ist und die Sonne sich durchsetzt, gibt es ein weiches, warmes Licht. Man scheint es riechen zu können. Aber das ist wohl die Erde.



Weitere Zwölftelblicke sammelt Tabea.


Freitag, 26. September 2014

Freitag ist Freutag

Eigentlich wollte ich in meinem Leben jeden Tag zum Freutag machen, aber manchmal ist eben ein Tag schöner als der andere.
Als ich diese Urlaubskarte aus meinem Briefkasten fischte, habe ich mich ganz doll gefreut.

Sie ist schon so zauberhaft konstruiert, erzählt mir von "Französien", Fischen, Sonnenschein... - Schokolade! Nein, ich konnte nicht warten, bis ich eine Schere in der Hand hatte "schnippschnapp, ganz knapp" - ich habe sie ganz einfach vor-, vor-, vorsichtig aufgerissen - und mich noch mehr gefreut.

Was Du da denkst über mich, macht mich ganz glücklich. Ich bin mir garnicht so sicher, ob ich eine so schöne, persönliche Urlaubskarte hätte zaubern können.

Ich werde sie hoch in Ehren halten, hab vielen herzlichen Dank dafür.


Donnerstag, 25. September 2014

Sommerpost Nr.6
















Schon in der vorigen Woche ist das letzte Skizzenheft der diesjährigen Sommerpost angekommen - schade. Ich könnte mich daran gewöhnen, zweimal im Monat Überraschungspost aus meinem Briefkasten zu holen.

Das letzte Heft kam von Uta. Der Einband zeigt ein abendliches Fenster, hinter dem eine Lampe leuchtet. Ja, die Tag- und Nachtgleiche ist bereits vorüber, jetzt muss abends, wenn ich in das Buch zeichne, schon die Lampe brennen.

Das linke Foto zeigt, wie unterschiedlich die Buchrücken gestaltet sind. Das rechte Buch von Bärbel ist schon ganz dick geworden vor Erinnerungsstücken.

Für diese schöne Zeit möchte ich noch einmal ganz herzlich danken, allen Teilnehmerinnen in meiner Gruppe, aber besonders Frau Müllerin und Tabea Heinecker, die die Aktion initiiert haben, und Frau Wien, die die Gastgeberin für die Sommerpostparty spielte.

PS: Ghislana hat einen zusammenfassenden Beitrag über ihr Sommerpost-Erleben geschrieben, der mir sehr gefällt. Ich bin sehr froh, in dieser blauen Gruppe gewesen zu sein.