Freitag, 1. März 2013

Meeressehnsucht (fff9)

Diese Farben erwecken in mir die Sehnsucht nach Meer, sicher liegt das auch an den beiden Fischlein, die sich in der Kette verstecken - aber vor allem ist's dieses karibische Türkis... *schwärm*.

Obwohl ich öfter kurze Ketten trage, liebe ich diese langen, die ich sowohl zu T-Shirts als auch zu Blusen oder über Pullover umhängen kann - auch wenn sie unpraktisch sind und immer von der Suppe kosten wollen.

Diese hier wurde im Laufe ihrer Entstehung länger und länger. Ursprünglich wollte ich nur vier Blöcke fädeln: einen mit den Fischen und den Scheibchen, einen mit Reaktionsperlen, einen mit Hohlen und im Nacken Spacer.

Aber da fehlte etwas. Die Kette war unausgewogen, nicht im Gleichgewicht. Also dachte ich mal wieder über Symmetrie nach, fädelte die Reaktionsperlen zentral, rechts und links je einen Fisch, ein paar Hohle, die Scheibchen...

Ich sollte mir angewöhnen, von allen wieder verworfenen Zwischenfädelungen - diesmal waren es insgesamt sieben - Fotos zu machen, damit ich nicht jedesmal die gleichen Spiele wiederhole. Aber andererseits macht es mir so großen Spaß, Perlen immer wieder neu anzuordnen...

Also: Die symmetrische Variante fand ich stocklangweilig. Sie gab mir das Gefühl einer Verlegenheitslösung - zwar harmonisch, aber immer mit dem Untergedanken: menschweib! fällt dir da nix besseres ein?

Im folgenden Arbeitsschritt habe ich gehäkelte Perlen eingearbeitet, hier kam die terracotta Farbe ins Spiel, von der im fertigen Schatz nur noch fünf Spacer übriggeblieben sind. Aber ich fand die Häkelteile zu fremd - also wieder raus damit.

Am Brenner entstanden nach weiteren Fädelversuchen zusätzlich einige Scheibchen, eine Linse, fünf einfache und drei genoppte Hohlperlen.

Letztendlich erhielt ich eine pseudosymmetrische lange Kette mit Scheibchen und Hohlen auf beiden Seiten, ergänzt von einem einfachen Paar Ohrringe.



Jetzt finde ich ihn nicht mehr langweilig, meinen Schatz des Monats Februar.

Was ich nach wie vor nicht verstehe: An manchen Tagen reagieren die Gläser untereinander, an anderen nicht.

Hier rechts auf dem Foto haben die Gläser reagiert und brav die farbintensiveren Mittelflächen gebildet.

Bei dieser flachen Linsenperle inmitten der Scheibchen passierte gar nichts, obwohl ich sie ewig in die Flamme gehalten und hocherhitzt habe -naja, in Feuerteufelchens Möglichkeiten eben. Damit sie nicht gar so unkreativ aussieht, hab ich ihr ein paar Dots spendiert.

Dass die Scheibchen nicht reagieren, war mir schon klar, die bleiben einfach zu kalt, wenn sie ihre Form behalten sollen.


Ist das nicht schön?: Ich habe noch viel zu lernen.

Vielen herzlichen Dank übrigens für Eure lieben Kommentare, sie erfreuen mein Herz immer sehr. Ja, ich strebe schon irgendwie immer nach Perfektion, Angela, das ist wahr - aber aus meiner Sicht bin ich weit davon entfernt, ganz besonders beim Perlenwickeln. Hier habe ich mich *grins* für den lebendigeren Charme entschieden, den nicht ganz runde Perlen ausstrahlen - aber ich wünschte, ich könnte das bewußt entscheiden und nicht aus dem Unvermögen heraus.

Aber bittebitte, schreibt mir weiter so liebevolle Worte und ab und an einen Tipp, wie ichs besser machen kann. Ich fühle mich davon sehr unterstützt.

Habt einen schönen Tag!

PS: Einen wunderschönen hölzernen Fisch findet Ihr heute bei andiva.


Kommentare:

  1. Die Geschichte mit dem Umfädeln kommt mir bekannt vor und auch dass eingeplante Komponenten dann doch nicht verwendet werden und dafür Unvorhergesehenes zum Einsatz kommt.Symetrie finde ich auch oft langweilig, gerade weil sie in der Natur ja nie vorkommt. Deine Fädelvarianten hätten mich aber alle interessiert. So kann ich nur das Ergebnis bewundern und feststellen, dass dein Schatz mal wieder sehr gelungen ist.

    LG

    Sylvia

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  2. wieder mal WUN-DER-BAR!!!! ich bin hin und weg...
    liebe grüße
    mickey

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  3. Wunderschön, deine Perlen, gerade weil sie so viel lebendiger und charmanter sind als perfekte, austauschbare - schön dich hier über die Freitagsfische entdeckt zu haben!!! Lieben Gruß Ghislana

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  4. Ein Traum -wieder einmal.
    Ich glaube, noch perfekter musst Du gar nicht werden.
    Das ist doch alles schon sehr sehr nahe an der absolut perfekten Perfektion. Und ob die schön ist, wage ich ja noch zu bezweifeln. Mitunter machen gerade die kleinen Ungenauigkeiten den besonderen Charme aus.
    Ich bin (wieder mal) hellauf begeistert.

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